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Glen Grant

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Glen Grant 2009 - 2021, 12 Jahre, 63,3% alc. Abfüller: WM Cadenhead (Authentic Collection). Ausbau: Sherry Butt

Nase: Dieser Glen Grant braucht erst einmal ein paar Minuten Luft, danach erschließen sich angenehme Fruchtaromen und blumige Noten einer trockenen Sommerwiese. Knackige Äpfel, getrocknete Aprikosen, Pfeffer und eine leichte Spur Gewürznelken. Der Whisky wirkt ein wenig verschlossen. Mit der Zeit kommen Nüsse hinzu, Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse in Schokolade.

Gaumen: Sehr süßer und fruchtiger Antritt. Viel Apfel und etwas unreife Kiwi, Haselnüsse. Das Sherryfass wird deutlich präsenter. Rosinen und milde Datteln fallen mir auf, dazu milde Milchschokolade, Ingwerstäbchen.

Abgang: Lang und wärmend, prickelnd und leicht trocken. Die Fruchtaromen tragen den Abgang, dazu wird der Glen Grant deutlich würziger. Ingwer, bunter Pfeffer, Nüsse und eine Spur Zimt finden sich im Abgang. Hält lange an.

Fazit: Trotz der hohen Fassstärke ist der Alkohol erstaunlich gut eingebunden, fast schon zu gut, zeigt sich die Nase doch etwas verschlossen. Gaumen und Abgang sind herrlich, schöne Abfüllung. 83/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke dem Cadenhead’s in Köln für die Probe.


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Glen Grant 10 Jahre, Originalabfüllung (aus den 60er Jahren), 43% alc. Square Bottle 

Nase. Sherryaromen, eine Vielzahl von Früchten, eine schöne subtile Süße. Getragen werden diese Aromen von einer sanften und sehr trocken wirkenden Rauchnote. Auf gleicher Höhe wirkt hier der "Old Bottle Effect", der Whisky riecht nach Keller, etwas modrig und feucht. Allerdings unterstreichen diese Aromen den Sherryeinfluss. Dahinter kommen Gewürze und Eiche auf, die Eiche ist noch etwas zart.

Gaumen: Fruchtig und trocken, etwas Eichenholz. Viel Getreide, geröstetes Malz und ein Hauch Nussschokolade. 

Abgang: Mittellang mit Haselnüssen und Gewürzen

Fazit: Die Nase ist sehr schön, der Gaumen passt wunderbar dazu. Nur der Abgang kann da nicht ganz mithalten. Ein schöner und mittlerweile sehr seltener Glen Grant. Punkte 86/100 Punkten (2014)


Glen Grant 10 Jahre, Originalabfüllung aus den 80er Jahren, 43% alc. 

Diese Abfüllung stammt aus den 80er Jahren und ist seit einer Vielzahl von Jahren nur noch in Auktionshäusern oder sehr selten im Fachhandel zu finden. 

Nase: Äpfel und Pfirsiche, erst ganz leicht, nach kurzer Zeit im Glas konzentrieren sich die Aromen. Dazu etwas sehr reife Banane und etwas Kellerfeuchte, welche sehr angenehm ist. Erinnert an die Speisekammer eines alten Gasthauses, in der einfach viel Obst liegt. Feuchtes Holz, dahinter das Getreide. Sehr filigran und rund. 

Gaumen: Erst Früchtemüsli, dann Cornflakes. Anfangs eine Süße die dann in bittere (angekohlte) Getreidenoten übergeht. Zum Ende hin trocken und leicht rauchig. 

Abgang: Lang und trocken, mit leicht rauchigem Ende und einer schönen Würze. 

Fazit: Geiles Teil, die Qualität dieses Single Malts ist wirklich überzeugend. Als Standardabfüllung damals für einen Massenmarkt bestimmt, ist die Abfüllung in einschlägigen Auktionsportalen noch verfügbar.  89/100 Punkten (2014) 


Glen Grant 10 Jahre "Pure Malt" - Originalabfüllung (Ende der 90er), 40% alc. Ausbau: Sherry Fässer

Nase: Leichte Sherryaromen springen aus dem Glas, sehr schmeichelnd. Bitterorangen und Stachelbeere, etwas Aprikose. Dazu Getreide, Malz. 

Gaumen: Süß und fruchtig, sehr leicht. Etwas Würze und Milchschokolade. Auch auf dem Gaumen überwiegen die Früchte, welche noch nicht ihre ganze Reife erreicht haben.

Abgang: Kurz und spritzig. In Erinnerung bleiben nur die Früchte

Fazit: Für den Einstieg in den Abend ein toller dram, für Anfänger besonders geeignet. Für mich müsste der Abgang deutlich kräftiger und komplexer sein.  79/100 Punkten (2014)


Glen Grant, 12 Jahre, 43% alc.- Version ca. 2016 

Nase: Fruchtig und grasig, einiges an Heuwiese im Sommer, frische knackige Äpfel, saftige Pfirsiche und einige an Vanille. Sehr schmeichelnd, sehr frisch. Nach einer Weile kommt eine ganz leichte Note von Meersalz auf, aber auch nur minimal. 

Gaumen: Nüsse, gebrannte Mandeln und eine dicke Süße. Vanillekekse, wieder ne Menge Pfirsich und eine angenehme Gebäckvariation. Auch die knackigen Äpfel kommen wieder sehr süß daher.

Abgang: Mittellang mit einer Spur Würze vom Eichenholz sowie milder Bitterkeit. Anfangs cremig wird der Abgang nach und nach trockener.

Fazit: Eine wunderbare Standardabfüllung, dominiert vom Einfluss frischer Bourbonfässer. Klare Kaufempfehlung. 84/100 Punkte


Glen Grant 16 Jahre, Originalabfüllung ca. 2012, 43% alc. 

Ausbau: Überwiegend Bourbonfässer, kleiner Teil Sherryfässer

Nase: Äpfel, Kiwis und Bienenwachs. Dazu geröstete Mandeln und Esskastanien, etwas Malz. Gut in einen frischen Vanilleton eingebunden. 

Gaumen: Der Whisky ist sehr weich und fruchtig, wird dann kräftiger und baut sich auf, zum Ende hin sogar richtig trocken. Mit Gewürzen, Obstsalat und Nüssen, sehr vielschichtig. 

Abgang: Lang und fruchtig, trocken, etwas erdig. Leicht würziger Eichenholzeinfluss. 

Fazit: Schönes Alter, schönes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich habe ihn ständig zu Hause. 88/100 Punkte (2015) Danke Theresia Tammer (Das Whisky Häuslein) für das Foto


Glen Grant 40 Jahre, 40% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail

Nase: Eine herrliche Süße die sich da im Glas ausbreitet. Sehr fruchtig. Reife Äpfel und Birnen, ein wenig Beeren sowie saftige Pfirsiche. Dazu ein wenig Rauch, welcher den Single Malt trocken erscheinen lässt. Dazu Vanille und Sahnekaramell - dann kommt das Alter. Auf 40 Jahre würde ich ihn zwar nicht schätzen, aber Holz hat er auch der Nase nach gut gesehen. Trockenes Zedernholz und antike Möbel, Gewürze. Lässt man ihm etwas länger Zeit, kommen noch Nektarinen dazu.

Gaumen: Milder Antritt, fruchtig und süß mit Pfirsichen und Apfelmus, trockenen Gewürzen, Zimt und wiederum den Nektarinen. Sehr trocken mit einer ordentlichen Portion Eiche, der Rauch wirkt etwas stärker als in der Nase.

Abgang: Eher mild aber dafür langanhaltend, würzig.

Fazit: Die Nase, welch ein Duft. Der Gaumen schön, der Abgang fällt ein wenig zurück. Für jeden Genießer geeignet.  87/100 Punkte (2014)


Glen Grant 45 Jahre, abgefüllt 2010, 42,6% alc. Abfüller: Speciality Drinks. Ausbau: Bourbonfass (Refill)

Nase: Mild im Antritt, fruchtige Süße und leicht herbale Holznoten. Vanille, schönstes Toffee und dunkler Honig. Gelbe Früchte halten sich im Hintergrund, daneben liegen Gewürznelken auf dem Eichentisch. Das trockene Holz stößt immer wieder hervor.

Gaumen: Vollmundig und würzig, sehr viel Holz, süße Eiche und nur eine leichte Bitterkeit. Etwas Aprikose, die Tendenz geht fast schon eher in Richtung Zitrusfrucht, Stachelbeeren, Grapefruit. Auch die Vanille ist wieder da, dazu kommt immer wieder das Holz und kräftige Würze. 

Abgang: Lang und würzig, trocken und sehr viel süßes Eichenholz mit Malz. 

Fazit: Rundum gelungenes Bourbonfass mit tollen Holznoten. 89/100 Punkte (2015). Ich danke Carsten W. für das Foto


Glen Grant "50 Jahre", 40% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail

Nase: Trockenfrüchte, Rosinen und getrocknete Apfelringe, das Eichenholz ist sehr kräftig. Kerzenwachs, Espresso. Dahinter dann erdig und alt, staubige Möbel, feuchtes Holz und leicht scharfe Gewürzaromen, darunter vielleicht Zimt? Auch Salmiak und Ingwer finde ich.

Gaumen: Sehr mundfüllend, die Eiche sehr heftig, ordentlich Bitterstoffe. Hier schlägt die lange Reifezeit voll zu! Dazu dann die roten Früchte und dahinter wieder komplexere Holzaromen und Gewürze.

Abgang: Lang mit viel Eichenholz, etwas Ingwer und Zimt, dazu erdige und muffige Holzaromen.

Fazit: Was für ein Alter und dennoch nicht überlagert. Wer bittere Eiche nicht mag, sollte Abstand zu diesem wirklich schönen Single Malt nehmen. Die Nase ist herrlich komplex und man sollte sich viel Zeit lassen. 92/100 Punkte (2014, zuletzt 2021)


Glen Grant 1956-1996, 40 Jahre, 40% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail

Nase: Früchte in Holzrauch. Getrocknete Orangenscheiben, Limettenschaalen und Bergpfirsich. Auch Sultaninen mischen sich dazu. Neben dem Holzrauch machen sich etwas Zimt, Gebäck, Leder und Zigarrenkiste bemerkbar.

Gaumen: Leicht ölig anfangs, wird später trockener. Die Trockenfrüchte der Nase halten sich zurück, dafür kommen Nüsse, Malz und wieder die hölzernen Aromen. Leder, Kaffee und Eiche ergänzen.

Abgang: Mittellang bis lang, die Eiche verweilt. Sehr cremig im Abgang, regt den Speichelfluss an. Mit trockenem Rauch, Nüssen und Eichenholz.

Fazit: In der Nase sehr harmonisch und überzeugend. Auf dem Gaumen und im Abgang fehlt die Kraft, hier ist er mir zu einfach.  85/100 Punkte (2015)


Glen Grant 1958-2013, 54 Jahre, 40% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail. Ausbau: Sherryfässer

Nase: Süße Sherryaromen und viel Holz. Mandelmarzipan, Karamell und Rosinen. Dunkle Früchte, altes Leder und getrocknete Aprikosen. Dahinter ein wenig frischere Früchte: Äpfel und Pfirsiche, nebenbei Toffee. Zudem viel Schokolade und Nougat, Zigarrenkiste und Zedernholz. Sehr komplex.

Gaumen: Süße dunkle Beerenfrüchte, dunkler Kaffee, Zimt und viele andere Gewürze. Holz, leicht trockenes Zedernholz und wieder süße Eiche, Nüsse und Malz. Ein Wenig Schwarztee, Mocca und wieder das Leder. Wunderbar!

Abgang: Lang und trocken, mit der Betonung auf Tabak, Holz und Schokolade.

Fazit: Ich liebe das Teil, der ist so toll! 95/100 Punkte (2014)


Glen Grant 1964 - 2006, ca. 42 Jahre, 40% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail

Nase: Wintergewürze ohne Ende und ja, nicht nur die Farbe sondern auch die Aromen in der Nase passen zur Sherryfassreifung. Tiefdunkle getrocknete Früchte, Datteln, Rosinen, Espresso und Bitterschokolade. Dazu eine Ahnung von trockenem Rauch, Zedernholz. Warme Bonbonmasse.

Gaumen: Würzig mit Trockenfrüchten und Nüssen, etwas Studentenfutter. Zimt, Nelken und Anis. Wieder ein Hauch Rauch. Cremiger als erwartet. Mandelmarzipan und Orangenmarmelade.

Abgang: Sehr würzig, aber überhaupt nicht bitter. Die lange Lagerung macht ihn trocken und vielschichtig, die Eiche ist stark präsent, aber auf angenehme Art und Weise.

Fazit: Ein genialer Whisky, jeden Euro wert! 92/100 Punkte (2014)


Glen Grant 1972-2013, 40 Jahre, 54,8% alc. Abfüller: Finest Whisky. Ausbau: Sherryfass 

Nase: Aufdringlich süß, mit reifen Beeren, sehr viel Honig und etwas Ahornsirup. Dazu Bienenwachs, kandierter Apfel und Rosinen in Müsli. Sehr harmonisch und überzeugend. 

Gaumen: Rote Früchte, cremiger Honig und einiges an Nüssen. Dazu geröstetes Malz, Apfelkompott und einiges an Gewürzen sowie Holz, Zimt, Zeder und Eiche. 

Abgang: Sehr lang, hier kommt das Alter wunderbar zu tragen. Fruchtig und trocken. Dunkle Beeren, Kirschen, getrocknete Orangen und Kaffeebohnen. Dazu Eichenholz, Pfeffer und etwas Kakao. 

Fazit: Wow - leider auf Grund seiner limitierten Anzahl so gut wie gar nicht erhältlich (42 Flaschen). 92/100 Punkte (2015)  Ich danke "Tiefseeente" für das Foto 


Glen Grant 1974 - 2011, 36 Jahre; 54,2% alc. Abfüller: Duncan Taylor

Nase: Ein schöner Antritt, komplex und sehr reichhaltig. Nach den Fruchtnoten (Pflaumen, Rosinen und Aprikosen) kommen Gerüche von Leder und alten Möbeln, allerdings noch nicht zu stark. Zudem werden diese von Honig "gebunden", auch Rohrzucker ist mit von der Partie. 

Gaumen: Schwungvoll und kräftig, die Eiche ist präsent. Erst cremig dann trocken wirkt er, fast schon etwas staubig. Mit Kaffeeschokolade und den oben benannten Früchten, weiterhin etwas Würze (vielleicht Zimt). 

Abgang: Sehr lang und mit Eiche, Espresso und Schokolade. Das Eichenholz liegt noch eine Weile auf der Zunge. 

Fazit: Glen Grant von einer wirklich angenehmen Seite, die Eiche erschlägt den Trinker noch nicht, ist aber schon sehr gut ausgeprägt. Gefällt mir wirklich gut. 88/100 Punkten (2014). Danke an Tom für das Foto zum sample


Glen Grant 1980-2008, 27 Jahre, 54% alc. Abfüller: Bladnoch Forum. Ausbau: Hogshead No. 20291

Nase: Trocken und ganz leicht rauchig. Holzrauch, Vanille, Lösungsmittel und Sommeräpfel, dahinter dann tropische Früchte und süßes Malz. 

Gaumen: Süß und sehr trocken, sehr intensiv. Bienenwachs, Eichenholz, Leder und Karamell, Malzzucker und Apfelkompott. Zudem ein Hauch frische Minze.

Abgang: Sehr lang, hier kommt der Rauch wieder, welcher mit der Zeit sogar noch zunimmt. Daneben Grapefruit und brauner Zucker. 

Fazit: Die verschiedenen Nuancen ergänzen sich wirklich gut. Er wirkt aber jünger als sein Alter verspricht. 86/100 Punkte (2016)


Glen Grant 1990 - 2014, 24 Jahre, 55% alc. Abfüller: Signatory Vintage (CS). Ausbau: Ex-Sherryfässer

Nase: Dunkle Früchte, Rosinen, Johannisbeeren, leicht trocken/rauchiger Einschlag. Zartbitterschokolade, leicht parfümierte Noten (künstlich, floral), wird dann fast etwas seifig. Erinnert an Edradour, bekommt dann einen Limettenton.

Gaumen: Sehr würzig mit richtig schöner Zimtnote. Dazu gemahlener Kaffee, Nüssen und etwas Trockenfrüchten. Auch die Schokolade kommt wieder. 

Abgang: Sehr lang und wärmend, mit Zimt und anderen Wintergewürzen sowie schon einem schönen Einfluss vom Eichenholz, ohne dabei bitter zu wirken.

Fazit: Die Nase ist komisch und für die Fassstärken von Signatory eher unüblich. Auf dem Gaumen und im Abgang gefällt er mir richtig gut. Für den damaligen Ausgabepreis okay, der Hype dreht sich aber mehr um die Verpackung als um den Inhalt.  82/100 Punkte (2014)


Glen Grant 1992-2013, 20 Jahre, 50,4% Abfüller: Whisky-Fässle. Ausbau: Bourbonfass

Nase: Bienenwachs und Honig im ersten Eindruck, danach folgen saftige Pfirsicharomen, zudem ein wenig Birne. Sehr Appetitanregend! Es folgen eine leichte Minznote und andere Küchenkräuter, daneben ist die Eiche mit ihrer leicht prickelnden Würze präsent. Karamell und milde Vanille runden ab. 

Gaumen: Fruchtig, süß und mit vielen Äpfeln. Daneben Birne und Pfirsich, etwas angetrocknete Aprikose, eine Spur von Gewürzen (darunter Muskat, Gewürznelken und Zimt). Dennoch nur leicht würzig, wirkt mit den Früchten fast schon sahnig. 

Abgang: Lang und malzig, deutlich mehr Würze, die Frucht wird verdrängt. Neben dem Malz tauchen Nüsse auf. 

Fazit: Ein schönes Wechselspiel, den Signatory-Fässern aus dem Jahr 92 nicht unähnlich. 86/100 Punkte (2015)


Glen Grant 1992 - 2014, 22 Jahre, 50% alc. Abfüller: Signatory Vintage (CS Collection) Ausbau: "Hogshead" Cask No 55417

Nase: Angenehme Fruchtaromen, Aprikosen und Äpfel, etwas entfernt Pfirsich, dazu helle Beeren. Danach folgen Bienenwachs und Honig, auch leichte Kräuternoten finden sich im Malt. Die Eiche wirkt überhaupt nicht bitter, eher leicht und wie frisch polierte Eichenholzmöbel. 

Gaumen: Fruchtig und angenehm cremig, Toffee. Dahinter kommt der Whisky dann viel würziger und kräftiger daher, mit bitteren Eichenaromen und Wintergewürzen. Zartbitterschokolade rundet den Malt ab.

Abgang: Lang. Der erste Eindruck ist schnell weg, der trockene Abgang kommt dann aber schleichend wieder und bleibt ziemlich lange. Leicht bittere Holzaromen, frisch gebrühter Kaffee und zum Ende hin eine milde Tabaknote.

Fazit: Gelungen mit einem wirklich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Deutlich runder als der "Weltmeister-Whisky" (1990, 24yo). 85/100 Punkte (2014)


Glen Grant 2002-2012, 10 Jahre, Gordon & MacPhail, 40% alc.

Nase: Vanille, leichter Hauch von Früchtemüsli (Getreide, Äpfel, Beeren, Honig), Frühlingsfrische. Sehr angenehm ohne irgendwelche Ecken und Kanten. Beim ersten dram sehr schön, hoffentlich wird er auf Dauer nicht langweilig.

Gaumen: Bananenbrei mit Minzhonig

Abgang: sanft und cremig, es bleibt ein Hauch von Honig....und auch der ist dann schon sehr bald wieder weg.

Fazit: "Jung" und "Glen Grant" geht nicht? Geht doch! Edit sagt: Der wird nicht langweilig 84/100 Punkten (2014)


 
 
 
 
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