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tastingsnotes

Ardmore

Ardmore Legacy, Originalabfüllung (ca. 2014), 40% alc. 

Nase: Eher unscheinbar und mild mit leichten Anklängen von Torfrauch und Heidekraut, Vanille und Honig. Auch leicht bitteres Karamell und Asche sind zu finden. Sehr klare Aromen. 

Gaumen: Leicht cremig, milder Torfrauch der in Richtung Lagerfeuer, Kohle und Asche geht. Eine zarte Honigsüße hält sich im Hintergrund, auch die Vanille ist wieder präsent. Dazu kommen leicht grasige Noten. 

Abgang: Mittellang, wieder der leichte Torfrauch und zudem Gewürze, leicht alkoholisch. 

Fazit: Einfach und mild, mit Torfrauch und Heide. Für Einsteiger eine gute Heranführung an rauchige Malts, aber auch für "Fortgeschrittene" ein schöner all-day-dram. 84/100 Punkte (2015)


Ardmore 12 Jahre, Port Wood Finish, 46% alc. Originalabfüllung (2021). Ausbau: Bourbonfässer, Nachreifung in Portweinfässern

Nase: Fruchtig mit ganz zarten Raucharomen. Ich finde Erdbeeren, Äpfel und Honig, etwas Weihnachtsgebäck und Anklänge von frisch gerollten Zigarren. Außerdem milde Orangenmarmelade und leichte Gewürzaromen, etwas Zedernholz. Sehr harmonisch und aromatisch.

Gaumen: Der Rauch kommt kräftiger zum Vorschein. Holzkohlerauch und offenes Lagerfeuer. Dazu süße Äpfel, Johannisbeeren und Zitrusfrüchte, insgesamt leicht säuerlicher Eindruck. Danach Malz und Honig, eine leichte Spur Zimt und Pfeffer.

Abgang: Lang und trocken, die süßen Fruchtaromen verschwinden vollkommen. Übrig bleiben Tabakrauch und Eiche, bittere Karamellnoten und etwas Pfeffer. Die Bitterkeit hält länger an.

Fazit: Ein sehr facettenreicher Ardmore mit mehreren Wendungen. 83/100 Punkte (2022)

PS: Für die Hintergrunddeko ist der Flaschenbesitzer „Peat Head“ verantwortlich.


Ardmore 1986 - 1999, 12 Jahre, 100th Anniversary, 40% alc. Originalabfüllung

Nase: Sanfte Raucharomen, aber weniger Torf, eher Asche und Holzkohle auf feuchter Erde. Dahinter folgen leicht bittere Fruchtaromen, darunter Grapefruit, Limette und Blutorange, aber auch Maschinenöl und altes Kellergewölbe. Mit etwas Zeit kommen süßere Aromen zum Vorschein, darunter Bienenwachs und Karamell, zartes Röstmalz.

Gaumen: Kräftig und einnehmend, viel Frucht. Die Grapefruit finde ich wieder, dazu Orangenmarmelade und Zitronensaft, Honig und Zuckerrübensirup. Außerdem entwickelt sich Tabakaromen und Torfrauch, etwas Estragon und Wacholder. Trotz seiner nur 40% ist dieser Ardmore erstaunlich komplex und agil.

Abgang: Lang, ausgewogen zwischen Bienenwachs und viel Rauch, einiges an Holzasche. Am Ende blitzt kurz eine Note von Kiefernharz auf.

Fazit: Kein leichter Stil, insbesondere die Nase hält einiges an Überraschungen bereit. Spannend aber ist dieser Ardmore, viel ausdrucksstärker als sein Alkoholgehalt vermuten lässt. 87/100 Punkte (2021)


 
 
 
 
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