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Ardbeg

Ardbeg New Make Spirit, gebrannt am 28.08.2003, 70,8% alc. MacDonald & Muir Ltd.  Ausbau: Keiner 

Nase: Alkohol und Phenol, Verbandszeug und sehr viel frisches Jod. Dazu ne Menge Desinfektionsmittel und eine leichte zitruslastige Süße. 

Gaumen: Stark alkoholisch, brennt und zieht den gesamten Mundraum zusammen. Torfrauch und Phenol, dazu bittere Noten. Insgesamt ziemlich medizinisch.

Abgang: Lang, sehr viel Alkohol und Rauch, Desinfektionsmittel und Seife. Zum Ende hin eine komische Bitternote. 

Fazit: Interessant, viele Grundnoten sind bereits erkennbar, die Süße wird sich später viel voller ausprägen und die medizinischen Noten abnehmen. Keine Punktebewertung - verkostet 2015


Ardbeg Ten, 10 Jahre, Originalabfüllung, 46% alc. 

Nase: Rauch, Phenol, Rippchen mit Frucht-/Honigmarinade über frisch angezündetem Lagerfeuer. Die Süße verbindet sich angenehm mit dem Rauch, wird nach ein paar Minuten im Glas rustikaler und würziger. Räucherfisch und muffiger Seetang. 

Gaumen: Für die 46% doch sehr kräftig. Der Rauch bleibt erst einmal im Hintergrund, Süße Fruchtnoten dominieren. Würzig und kraftvoll, ein Hauch metallische Jugend, viel Torfrauch zum Ende hin.

Abgang: Sehr Lang und wärmend ohne zu brennen. Der Rauch bleibt auf der Zunge, dazu ein wenig bunter Pfeffer. 

Fazit: Ich hatte ihn noch besser in Erinnerung, aber die Marktwirtschaft ist knallhart. Er ist und bleibt ein Spitzenmalt und ein toller Standard. 88/100 Punkte (2012)


Ardbeg Perpetuum, Originalabfüllung, 47,4% alc. Ausbau: Bourbon - und Sherryfässer 

Es gibt keine offizielle Angabe zur Anzahl der Flaschen, in Deutschland wurden alleine am Ardbeg-Day 1.000 an die Teilnehmer_innen verteilt. Zusätzlich wurden die Händler beliefert. 

Nase: Dezent rauchig, ein wenig zurückhaltend. Dazu klare Vanillearomen, Toffee und etwas Malz, eventuell sogar Banane. Der Rauch verbleibt die gesamte Zeit im Hintergrund, erinnert dabei an die See und ganz entfernt an einen Fischkutter. Er wirkt etwas jung und flach. 

Gaumen: Mild und ziemlich süß, erst nach ein paar Sekunden wird er würziger und der Rauch kommt hervor. Neben Vanille, Äpfeln und Zitrusfrüchten tritt eine Pfeffernote auf. 

Abgang: Lang, süßlich und mit frischen Zitrusfrüchten. Der Rauch wird hier endlich mal etwas kräftiger, Lagerfeuer am Kiesstrand, Pfeffer und etwas Asche. 

Fazit: Die Nase ist flach und jung, geprägt von Vanille. Wo da Sherryfässer sein sollen, weiß ich nun wirklich nicht. Irgendwie erinnert der Whisky mich an einen leicht getorften Blasda, nur der Abgang weiß wirklich zu überzeugen. Meiner Meinung wird hier nicht die 200-jährige Geschichte von Ardbeg präsentiert, der Perpetuum ist eher ein Ausblick in die Zukunft: Zu wenig Kapazität, zu viel Nachfrage. 80/100 Punkte (2015) Ich danke Moet Hennesy für die Probe.


Ardbeg 30 Jahre "very old", 40% alc. Originalabfüllung 

Nase: Sehr elegant, der Torfrauch ist tiefsinnig und angenehm, das Alter hat alle Kanten geglättet. Eine angenehme Süße kommt auf, Himbeermarmelade fällt mir zuerst an, danach etwas Grenadine und Schwarztee mit Honig. Es kommt eine leichte Tabaknote auf, etwas Zigarrenrauch und geöltes Eichenholz. 

Gaumen: Grüner Tee und ein Hauch Pfefferminz, Torfrauch. Dahinter dann ganz entfernt Zitronensaft, Leder und süßer Pfeifentabak, getrocknete Beerenfrüchte, Küchenkräuter und Holzzucker. 

Abgang: Sehr lang, sehr angenehm, etwas geräucherter Schinken mit Kräuter-Honigmarinade, Gewürznelken und Rosmarin. Fazit: Großartig!  93/100 Punkte (2016)


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Ardbeg 1998 - 2009, 11 Jahre, 46% alc., Ian MacLeod (Chieftain`s Choice) 

Nase: Sehr rauchig mit Jod und Asche, wirkt medizinisch. Sobald die Nase sich daran gewöhnt, sind die weiteren Aromen erkennbar. Schöne Fruchtnoten kommen auf, darunter Pfirsich. Auch Vanille ist deutlich. Dahinter eine steife Meeresbrise, mit Salzwasser und Seetang. 

Gaumen: Erstaunlich süß, Apfel und wieder Pfirsich, Nektarinen. Dazu dann der Rauch mit erdigen Tönen und Salz, aber auch Kaffee und verbranntes Weißbrot. 

Abgang: Lang und malzig, dazu der Rauch, welcher als Aschebelag auf der Zunge bleibt. Sehr schön - etwas Pfeffer. 

Fazit: Ein schöner junger Ardbeg - leider nicht mehr oft zu finden. Wer an ein Sample kommen kann, sollte diese Quelle nutzen. 88/100 Punkten (2014)









 
 
 
 
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