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Dalmore

Dalmore 12 Jahre, 40% alc. Originalabfüllung aus den 90er Jahren

Nase: Zarte Pfirsicharomen, Aprikosen und ein Hauch Pflaume, dahinter Orangenmarmelade und leicht sprittige Parfümnoten. Trotz des jungen Alters zeigen sich schon etwas Eiche, der Whisky wirkt trocken und zeigt Holzrauch. 

Gaumen: Orangen, kräftige Orangenaromen. Dahinter Grapefruit, Malz und Weizen. Süß, trocken und würzig, Gewürznelken und eine Spur Zimt. 

Abgang: Mittellang, leicht bitter und trocken, Orangenschale, Karamell und Gewürznelken, ein Hauch Muskat. 

Fazit: Für eine damals niedrigpreisige Standardabfüllung richtig gut. 84/100 Punkte (2016/2021)


Dalmore 15 Jahre, Originalabfüllung, 40% alc. Ausbau: Ex-Sherryfässer

Nase: Da springen mir ja sofort sehr interessante Aromen entgegen, riecht ein wenig wie mein Humidor, nur deutlich süßer. Dazu flüssige Schokolade, etwas wie Brownie-Teig. Zudem sind da Citrusfrüchte, vor allem Orangen. Auch gesellen sich Wintergewürze und Ingwertee dazu. 

Gaumen: Schwerfällig wie Sirup mit einer schönen Portion Eiche. Dazu finde ich Noten von Lakritz und Orangen.

Abgang: mittellang, etwas Menthol und eine trockene (Rauch?)-note. Zum Ende des Abgangs wie Espresso. 

Fazit: Niedriger Alkoholgehalt muss nicht immer schlecht sein, schöne Abfüllung von Dalmore mit vielen Facetten der Sherryfassreifung. 86/100 Punkten (2014) Danke an Oliver Albers


Dalmore 1990-2010, 19 Jahre, 46% alc. Abfüller: van Wees. Ausbau: Sherryfass No. 9422

Nase: Fruchtig süß und trotzdem sanft. Das Sherryfass ist zwar da, aber drängt sich überhaupt nicht auf. Leicht florale Aromen, Blumenwiese, Obstgarten und Beerensträucher. Dann folgen Rosinen und ein Hauch Vanille, zudem altes Marzipan. Alle Aromen werden durch sanfte Holztöne im Hintergrund begleitet.

Gaumen: Sehr süß und fruchtig, mit Pfirsich, Aprikose und Zuckermelasse. Wirklich süß, dazu hinterlässt das Eichenholz ein paar bittere Einschläge, die Früchte nehmen sich dem an: Grapefruit kommt auf. Dazu dann verbranntes Toast und geröstete Nüsse, 

Abgang: Sehr lang und mit schon ziemlich bitterer Eiche, unterstützt durch Zitrusfrüchte, Gewürze und Malz. Auch die Nüsse sind wieder präsent. 

Fazit: Dalmore aus dem Sherryfass, schön genießbar und vielschichtig, mir persönlich ist die Bitterkeit für das Alter ein wenig zu stark. Verkostet habe ich übrigens auch das direkte Schwesternfass No. 9423 in Fassstärke (Signatory). 82/100 Punkte (2015)


Dalmore 1990-2011, 21 Jahre, 57,8% alc. Abfüller: Signatory Vintage. Ausbau: Sherryfass (Butt) No. 9423

Nase: Rosinen, Sherry, Süßkirschen und getrocknete Himbeeren, wirklich enorm fruchtig und trotz der Stärke kein Alkohol. Dazu Bienenwachs, Malz und ein wenig Eichenholz. Geröstete Nüsse, Tabak und zum Ende hin verdichtet sich eine Note Kakao. 

Gaumen: Sehr intensiv, Chili-Schokolade, Rosinen und Rum, Zuckersirup. Hier mischen sich Süße und Würze wirklich sehr gut und sind dennoch schön auseinanderzuhalten. Zimt, Kaffee und trockenes Eichenholz, regt den Speichelfluss an. 

Abgang: Lang und würzig, Trockenfrüchte und viel Zimt, dazu Bitterschokolade, Kaffee und Kakaobohnen. Dahinter verschiedene Holztöne sowie Leder.

Fazit: Wow, der ist ja mal richtig gut, viel besser als sein Schwesternfass No. 9422 (van Wees). 89/100 Punkte (2015)


Dalmore 2001-2015, 46% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail. Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Mild fruchtig, getrocknete Apfelringe, Apfelmost, Birnenjoghurt, Maracuja und Dosenananas. Daneben etwas Malz und angenehme Röstaromen, ergänzt von mildem Toffee. 

Gaumen: Ähnelt der Nase, jedoch deutlich kräftiger, die ca. 14 Jahre im Fass sind schon merkbar, etwas Eiche und Zedern klingen entfernt durch. Daneben ganz milde Nussaromen, Äpfel und Hafer, Himbeeren. 

Abgang: Sehr lang, wärmend und trocknend, der Alkohol ist wunderbar eingebunden. Etwas Grapefruit, Bärlauch, Walnuss und Sommerapfel. 

Fazit: Ein Bourbonfassgereifter Dalmore ist auch mal was anderes, mir hat er bei den sommerlichen Temperaturen gefallen. 85/100 Punkte (2016)




 
 
 
 
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