Blends & Blended Malt
Hier finden Sie Verkostungsnotizen verschiedener Blends und Blended Malts, sortiert nach Markennamen oder Abfüller.
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Blended Malt Scotch Whisky - Sherry Cask Matured, Batch 3, 44,2% alc. Abfüller: Berry Bros & Rudd (The Classic Range). Ausbau: Sherryfässer. Typ: Blended Malt
Nase: Warme Karamellsauce und dicke Honignoten kommen mir direkt in den Sinn. Danach Brombeeren und Süßkirschen, außerdem eine ganz zartes Aroma von Streichhölzern und Leder. Nach diesem ersten Eindruck entfalten sich Schokolade und Rosinen
Gaumen: Kakao und Rosinen, wieder eine Menge Karamell und eine angenehme Würze, vor allem Zimt und Muskat. Dazu Walnüsse, ein wenig weihnachtliches Gebäck und verschiedene Küchenkräuter, cremige Milchschokolade.
Abgang: Eher mittellang, die Gewürze nehmen rasant an Fahrt auf und dominieren. Auch einiges an leicht bitterem Eichenholz, weiterhin ist Espresso ist zu finden.
Fazit: Hier sind definitiv richtig gute Sherryfässer zu einem Gesamtwerk komponiert worden. Dieser Blended Malt kann sich mit vielen Single Malts messen. 83/100 Punkte (2021)
Big Peat Christmas Edition 2021, Blended Malt, 52,8% alc. Abfüller: Douglas Laing. Ausbau: Bourbonfässer
Nase: Maritim rauchig, Brackwasser und nasser Fels am Strand, Seetang. Dazu Kohlenfeuer, Asche und Maschinenöl, riecht ein wenig wie in einer Schmiede am Strand. Hinter diesen klar rauchigen Aromen kommt eine dezente Süße auf, ein wenig Vanille und Zitronenkuchen, etwas Muskat.
Gaumen: Recht cremiger Antritt, trotz des hohen Alkoholgehaltes. Viel Torf, etwas Tabak und Leder, Vanille und Zitrusfrüchte. Holzasche, Zuckersirup und ein wenig Apfel.
Abgang: Lang und hier verweilt der Rauch nun noch intensiver, dazu mischt sich weiterhin eine angenehme Süße.
Fazit: Herrlicher Blended Malt mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis. 85/100 Punkte (2021)
Black Bottle Andean Oak, 46,3% alc. Originalabfüllung (Gordon Graham & Co. 2022, The Alchemy Series). Ausbau: 7 Monate Nachreifung in neuen Fässern aus Andeneiche
Nase: Ahornsirup an geröstetem Brot, Karamell und Mandeln, dazu Waldhonig und etwas Vanille. Eine zarte Torfrauchnote verweilt im Hintergrund, außerdem finde ich Weintrauben und karamellisierte Äpfel.
Gaumen: Zart rauchig, leicht würzig und angenehm fruchtig. Haferkekse mit Karamell und Gewürznelken sowie einer zarten Spur Zimt. Zudem schmecke ich getrocknete Aprikosen und Walnüsse. Zum Ende wieder süße Trauben.
Abgang: Kurz bis mittellang, süß und zart würzig mit Zimt und Pfeffer.
Fazit: Harmonisch, süffig und angenehm, gut gemachter Blend mit einer leichten Rauchnote. 82/100 Punkte (2022)
Black Bottle Smoke & Dagger, 46,3% alc. Originalabfüllung (Gordon Graham & Co. 2022, The Alchemy Series). Ausbau: Keine Angabe
Nase: Typisch Islay mit Rauch, Jod und Meersalz, dazu Algensalat und bunter Pfeffer. Danach kommen gesalzene Butter, Karamell und ein Hauch Kaminasche.
Gaumen: Macht weiter wie in der Nase, erst einmal viel angenehm cremig wirkender Rauch, angekohlte Hölzer, feuchtes Laubfeuer, gesalzener Fisch. Danach schwarzer Pfeffer, Fudge und etwas karamellisiertes Popcorn.
Abgang: Lang, rauchig und zum Ende hin recht würzig mit scharfem Cayenne-Pfeffer.
Fazit: Diesen Blend könnte man auch direkt mit einem reinen Islay-Malt verwechseln, sauber rauchig und typisch maritim. Ein schöner Whisky für die kältere Jahreszeit. 84/100 Punkte (2022)
Caisteal Chamuis Island, Blended Malt, 46% alc. Ausbau: Virgin Oak, Oloroso-Sherryfässer, Bourbonfässer.
Nase: Torffeuer und Seetang mit angenehmer Süße und einem leichten Geruch von Bauernhof. Sauerteig, Zitronendrops und Asche, etwas geräucherter Fisch. Auch eine leicht süße Vanillenote kann ich finden.
Gaumen: Ein cremiges Mundgefühl, der Geschmack wird von kräftigem Torfrauch getragen. Auch hier wieder etwas Sauerteig, vielleicht Roggenbrot. Dazu Meersalz, Vanille und Zitronenabrieb.
Abgang: Land und wärmend, führt die bisherigen Eindrücke entspannt fort. Torfrauch, Asche, der Geruch vom Ozean, Vanillecreme mit einem Spritzer Zitronensaft.
Fazit: Ein perfekter Blended Malt viel Rauch, sehr fein abgestimmt. 85/100 Punkte (2024)
Caisteal Chamuis Island 12 Jahre, 46% alc. Blended Malt.
Nase: Angenehm eingebundener Torfrauch mit Zitrusfrüchten. Ich finde Zitronendrops, Anklänge von Orangenmarmelade und Limonade. Der Rauch erinnert an ein BBQ, dazu Räucherofen und Schinken. Nach ein wenig Zeit im Glas kommen Preiselbeeren zum Vorschein.
Gaumen: Ein sehr öliges Mundgefühl. Brombeeren, Preiselbeeren, Feigen, süßer Torfrauch, mariniertes Grillfleisch und nur ganz kurz kommt mal ein wenig Asche durch. Alles zusammen wirkt der Whisky gut abgestimmt.
Abgang: Eher kurz bis mittellang, ölig süß und rauchig. Führt den Geschmack zur Vollendung.
Fazit: Der Rauch wird in diesem Caisteal Chamuis durch die Jahre im Fass harmonisch eingebunden. Ein richtig schöner Trinkwhisky. 85/100 Punkte (2024)
Douglas Laing Double Barrel, Macallan & Laphroaig, 8 Jahre (2009 abgefüllt). 46%.
Nase: Der Whisky startet mit Algen, Wundsalbe, Muschelkalk und Meersalz, die Torfaromen des jungen Laphroaig dominieren. Dazu kommen leicht säuerliche Äpfel, etwas Limette, bevor es mit reifen Birnen und Buttergebäck weitergeht. Blätterteig, Croissants, Vanillepudding, aber immer auch mit Torfrauch.
Gaumen: Macht unverändert weiter, Austern, Torffeuer, Kohlenstaub. Dann wird der Whisky aber süßer und fruchtiger. Ich schmecke karamellisierte Äpfel, Vanillekekse, Aprikosen und Birnenkompott.
Abgang: Sehr lang, sehr rauchig. Äpfel, Jod und Asche, etwas Teer, brauner Zucker.
Fazit: Viel Laphroaig und sehr wenig Macallan, aber eine richtig schöne Abfüllung. 86/100 Punkte (2025)
The Famous Grouse - Blended Scotch Whisky, 40%
Nase: Sehr weich und mild, scheinbar hoher Grain-Anteil. Mild fruchtig mit einer ordentlichen Portion Getreide und dahinter ein winziger Hauch Eichenholz.
Gaumen: Wieder sehr sanft mit viel Getreide, leichter Eicheneinfluss und wieder ein wenig Frucht.
Abgang: Mittellang und einfach - easy drinking.
Fazit: Macallan und Highland Park sollen Hauptbestandteile sein, 65% sind Grain-Whiskys. Der Grain macht den Blend extrem weich und einfach, ganz nett. 67/100 Punkten (verkostet 2011)
The Famous Grouse 18 Jahre, Blended Malt, 43% alc.
Nase: Sehr fruchtig, süße und reife Beerenfrüchte, Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Danach entwickeln sich Pfirsiche und Äpfel, ein Hauch von saftiger Birne im Hintergrund. Die Süße lässt sich als sahnig beschreiben, mit Toffee und Milchschokolade, dazu Zitronenkuchen. Alles in allem rund und fruchtig mit einer minimalen Würze.
Gaumen: Wieder jede Menge Frucht: Beeren, Saftorangen und Grapefruits, dahinter getrocknete Apfelringe. Eine Spur von Walnüssen, ansonsten sehr trocken. Mit Zartbitterschokolade, Cappuccino und Eichenholz.
Abgang: Lang, fruchtig, würzig. Eine leicht bittere Eichenholznote macht sich breit. Daneben etwas Zimt und Studentenfutter.
Fazit: Wunderbar unkompliziert - schönes Teil! 83/100 Punkte (2015)
Haig Gold Label, Blended Scotch Whisky, 40% alc. Originalabfüllung (ca. 1972 für den italienischen Markt)
Nase: Altes Holz und einiges an Fruchtaromen. Ich rieche Apfelschalen, etwas Kiwi und Mirabellen, eine ordentliche Vanillenote und Karamell. Im Hintergrund etwas Menthol und Kampfer, ein Hauch von Sekundenkleber. Außerdem schwingt die ganze Zeit eine leicht rauchige Holzwürze mit, die ich nicht näher beschreiben kann.
Gaumen: Karamell, Malz und einiges an frischen Äpfeln, daneben ein Spritzer Grapefruit und Fudge. Ich schmecke dunkles Brot, welches zu lange im Backofen lag. Außerdem ein wenig Pfeifentabak mit Latakia.
Abgang: Mittellang, würzig und mit Tabak, Karamell und Malz.
Fazit: Diese alten Blends sind eine Welt für sich, schöne Komposition. 83/100 Punkte (2022)
Hart Brothers Blended Malt 17 Jahre, Sherry Finish, 50% alc. Abfüller: Hart Brothers. Ausbau: Bourbonfässer, Finish in Oloroso-Sherryfässern (First Fill)
Nase: Süß und fruchtig, mit klaren Getreidenoten, Pflaumen, Birnen und Rosinen, Brombeeren und Schlagsahne. Dahinter eine milde und abrundende Würze, etwas Karamell und Nüsse.
Gaumen: Schokolade am Anfang, wird dann zu Kakaobutter. Wieder Rosinen und Brombeeren, cremig und leicht würzig. Etwas prickelnder Zimt zum Ende hin, auch die Nüsse und das Karamell finde ich wieder.
Abgang: Lang und fruchtig, mit Zuckerwatte sowie Karamell. Auf wieder mit der sanften Würze.
Fazit: Schöner Blended Malt, rund süffig mit gehobener Qualität. 83/100 Punkte (2015). Ich danke dem Vertrieb (HEB) für Probe und Foto!
Hogshead Blended Malt, 43% alc. Signatory Vintage.
Bemerkung: Ein Blended Malt ist eine Komposition aus Single Malts verschiedener Destillerien, er enthält im Gegensatz zum „Blended Whisky“ keinen Grain-Whisky. Dieser Blended Malt soll aus 33% Islay Whisky bestehen, die anderen 67% kommen vom Festland. Als Unternehmen ist „Inverheath Ltd“ angegeben, welches zufälligerweise die identische Adresse in Pitlochry wie Signatory Vintage und Edradour aufweist. Somit haben wir hier wohl einen Blendet Malt aus den Beständen von Signatory, eventuell mit einem höheren Anteil an Edradour.
Nase: Überraschend viel Torfrauch, nur 33% Islay? Das riecht nach mehr. Lagerfeuer, Holzkohle, Torf und gleich dahinter süße Furchtaromen. Mango, Kiwi und getrocknete Aprikosen. Es folgen Walnüsse, frisch gefällte Tanne und etwas Schokolade.
Gaumen: Süß und cremig, einiges an Torfrauch und dahinter direkt Vanillefudge mit Malz, Apfelnoten. Etwas Pfeffer gesellt sich dazu, wird trockener und ganz zart salzig. Karamell und gesalzenes Popcorn.
Abgang: Mittellang bis lang, einfach, leicht trocken. Das süße Raucharoma bleibt noch lange zurück, dazu Bitterkeit von Kakao und Espresso.
Fazit: Eine schöne Komposition, nicht sonderlich komplex, aber ein sehr guter Malt. Der Islay-Whisky muss wohl sehr rauchig gewesen sein oder man hat hier noch einmal einen Anteil des eigenen Ballechin verwendet. Außerdem zeigen Aromen und Farbe einige Sherryfässer, zumindest ist der Whisky laut Angaben nicht gefärbt. Für den aufgerufenen Preis von ca. 35 € erhält man einen klasse Malt-Whisky. 84/100 Punkte (2021)
McWarrior Single Malt, 43,5% alc. Abfüller: House of McCallum (2020, The Art of Whisky). Ausbau: Nachreifung in Portweinfässern
Nase: Unaufdringlich fruchtig. Panna Cotta mit Heidelbeeren und Himbeeren, außerdem finde ich Erdbeerkuchen. Auch eine leichte Mischung aus Holunder und Rhabarber sind dabei, alles in allem harmonisch leicht.
Gaumen: Ebenso ruhig, im Mundgefühl angenehm cremig. Zu den Fruchtaromen der Nase kommen nun noch Feigen und Ahornsirup sowie ein Hauch von Rosinen. Erstmals auch eine würzigere Komponente, etwas Eichenholz und Zimt.
Abgang: Mittellang, süß und fruchtig. Das Zimtaroma verweilt dezent, dazu kommen Weintrauben auf.
Fazit: Ein wirklich sanfter Trinkwhisky, ein guter dram für jeden Tag. 84/100 Punkte (2022)
House of Peers Blended Malt, 46% alc. Abfüller: Hunter Laing. Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer
Nase: Toffee, ganz viel Butterscotch und Karamell, zudem eins starkes Vanillearoma. Dahinter eine Spur Sherry, leicht dunkle Früchte, zudem ein Hang in Richtung Zitrusfrüchte (Orangen / Mandarinen).
Gaumen: Orangenmarmelade, Gewürze, Getreide (darunter auch Gerstenmalz) und etwas Grapefruit. Dazu reihen sich Honig und Vanille.
Abgang: Lang, verbleibt würzig und prickelnd auf dem Gaumen zurück, wärmt bis in den Magen. Auch kommen nun leichte Eichenholzaromen auf, die ich so nicht erwartet habe. Darüberhinaus entwickelt sich Pfeffer.
Fazit: Der Schluss war richtig überraschend. Handwerklich gut gemachter Blended Malt! 83/100 Punkte (2015). Ich danke dem Vertrieb prowhisky für Probe und Foto!
Johnnie Walker 12 Jahre Black Label, 40% alc. Import durch Wax & Vitale (1970er Jahre). Ausbau: keine Angabe
Nase: Altes Eichenholz und eine angenehm leichte Süße. Ich finde Haferbrei, Malz und staubiges Getreide. Zudem Apfelschalen, Roggenbrot und etwas Holzkohle.
Gaumen: Wachsweich und durch die lange Zeit in der Flasche hat der Whisky wohl etwas gelitten. Karamell, Walnüsse und Asche, Apfelkerne und Champignons.
Abgang: Kurz bis mittellang, hier wird noch einmal mehr die leicht rauchige Komponente herausgestellt. Salz,Holzkohle, Asche und geröstetes Malz. Zum Ende hin recht bitter und leicht pelzig.
Fazit: Ein süffiger Whisky mit angenehmen Rauch, der aber jetzt auch nicht aus der Masse früherer Blends heraussticht. 82/100 Punkte (2023)
Mossburn Blended Malt Island, 46% alc. Originalabfüllung (The Mossburn Cask Bill No. 1, ca. 2021) Ausbau: Bourbonfässer
Nase: Angenehm leichter Torfrauch mit einem Hang zu Zitrusfrüchten und Fenchel. Außerdem recht viel Malz, anschließend wird der Whisky maritimer, frische Meeresfrüchte kommen auf. Abgerundet wird der Eindruck durch eine herbe Kräuternote.
Gaumen: Wärmend und ganz anders als in der Nase. Der Whisky startet mit verschiedenen Kräutertees und mürben Äpfeln, zudem Rauch von einem Lagerfeuer. Dazu Zitronenabrieb und schwedische Haferkekse.
Abgang: Mittellang bis lang, der Rauch wird würziger und erinnert an gut gesalzenes Grillfleisch. Bunter Pfeffer, Ingwer und BBQ-Sauce.
Fazit: Die Qualität muss man hier einfach auch im Kontext des Preises sehen, für 30,00 € die Flasche bekommt man einen guten Blended Malt geboten. 83/100 Punkte (2022)
Mossburn Blended Malt Speyside, 46% alc. Originalabfüllung (The Mossburn Cask Bill No. 2 , ca. 2021) Ausbau: Bourbonfässer, Virgin Oak, Nachreifung in Oloroso-Sherryfässern
Nase: Fruchtig und zart würzig. Mirabellen, Aprikosen und ganz zart Pfirsich, dazu karamellisierte Äpfel. Auch ein wenig Bienenwachs, Fudge und Apfelbonbons sind zu riechen, im Hintergrund Zimt und Kamillentee.
Gaumen: Süß und zuckrig, Birnenkompott, Zuckerkuchen und Vanilleplätzchen. Auch muss ich an Blätterteig mit viel Butter denken. Dazu kommen dann noch Aprikosenmarmelade und etwas Pfirsich.
Abgang: Eher kurz, weiterhin leicht buttrig süß mit Fruchtaromen, eine Messerspitze scharfer Ingwer kommt dazu.
Fazit: Ein daily dram wie er sein soll. Ein wirklich respektabler Blended Malt. 85/100 Punkte (2022)
Malts of Islay - Àlainn, 1989 - 2016, 27 Jahre, 44,9%. Murray McDavid (The Vatting, Batch 001), Bowmore & Laphroaig
Nase: Mandarinen, Lavendel und Rosenblüten und anschließend doch eher spezielle Raucharomen. Altreifen, geschmolzenes Plastik und Räucherstäbchen. Anschließend erhitzte Butter und Schinken, Fenchel und Kinderlakritz.
Gaumen: Runder und dezenter als im Geruch, angenehm weich und süß. Auch hier Mandarinen, dazu Orangen und etwas Buttercreme, maritimer Torfrauch mit einem Hauch Salz, Löwenzahn und Himbeere. Echt lecker.
Abgang: Lang mit Lavendel, blumiger Seife und Anis, dazu ein paar Pflaumen und Himbeeren.
Fazit: Viel Bowmore und echt interessante Aromen im Geruch, irgendwo zwischen herausfordernder Analyse und daily dram. 85/100 Punkte (2025)
Stewarts Cream of the Barley, Blended Scotch Whisky. 40% alc. (abgefüllt späte 1970er Jahre / frühe 1980er Jahre)
Nase: Wenig OBF, dafür erstaunlich süß und cremig, die Süße zieht sich mit etwas Zeit im Glas langsam zurück. Toffee, Fudge, Crème brûlée, Schlagsahne mit Vanillezucker. Im Hintergrund finde ich Orangenabrieb, Dinkelkekse und entfernt ganz zarten Holzrauch mit einer Prise Pfeffer.
Gaumen: Anfangs kurz cremig, wird dann schnell trockener. Pures Gerstenmalz, etwas Gebäck und Fudge. Auch hier zarte Anklänge von Orange, etwas Apfelschalen und Milchschokolade. Auch ein paar Walnüsse finde ich.
Abgang: Eher kurz bis mittellang, nun würziger mit Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss, Heidekraut und Karamell.
Fazit: Gut trinkbarer Blend, der insbesondere in der Nase zu überzeugen weiß. 81/100 Punkte (2022)
Stewarts Dundee 8 Jahre, 43%, Blended Whisky (1970er Jahre). Ausbau: keine Angabe
Nase: Alte Möbel und Holzpolitur neben einer großen Menge Rosinen. Dazu kommt ziemlich viel brauner Zucker und kurz erinnert der Whisky auch an Glühwein, ich finde ich ein paar Gewürznelken und eine Prise Zimt. Kirschmarmelade, Bienenwachs, Leder und Tabak folgen, zudem ein wenig Nougat.
Gaumen: Intensiver und kräftiger als der niedrige Alkoholgehalt es vermuten ließ, da kommt einiges an Aroma rüber. Schnapspralinen mit Kirschlikör, Rosinen, Datteln und Leder. Schokolade mit Walnüssen, eingekochte Brombeeren, Gewürznelken und ordentliche Eichenholzwürze.
Abgang: Eher mittellang, die süßen Aromen schleichen sich langsam aus und nun wirkt der Whisky wieder deutlich ruhiger.
Fazit: Ein richtig starker Blend und ich vermute neben einem hohen Malt-Anteil haben es auch einige deutlich ältere Sherryfässer in die Abfüllung geschafft. 86/100 Punkte (2023)
Peatsmoke on Gorgie, 5 Jahre, Blended Whisky, 57,1%. Watt Whisky. 42% 5-jähriger Peated Blended Malt, 58% 12-jähriger North British Grain
Nase: Mineralischer Torfrauch mit Kalk und Aspirin, knackige Sommeräpfel, Stachelbeeren, dazu getrockneter Löwenzahn und Enzian, Heuwiese. Mit genügend Zeit im Glas wirkt der Whisky auf mich deutlich ruhiger, ich rieche nun getrocknetes Laub, etwas Karamell und Malzkaffee. Im Hintergrund räuchert jemand eine Mischung aus Fisch und Fleisch.
Gaumen: Erdig und rauchig, auch hier wieder Torfrauch, Laub, Fenchel und Erde, dazu einiges an Salz. Ich schmecke zudem eine Mischung aus Zitrusfrüchten und Vanille, auch kommt kurz etwas Desinfektionsspray auf. Dann wieder der Räucherofen, geräucherter Aal, etwas Speck, viel bunter Pfeffer und ein wenig Liebstöckl.
Abgang: Eher lang, ausbalanciert, führt den Geschmack recht gut zum Ende. Torfrauch, Malz, eine leichte Fruchtnote.
Fazit: Diesen Blend hätte ich blind niemals erkannt, richtig gut gemacht. 86/100 Punkte (2025)
Whyte & Mackay "Special - Double Marriage Blend", 40% alc. Blended Scotch
Nase: Mild und fruchtig, wirkt cremig und sehr sanft. Klarer Sherryeinfluss mit Aprikosen und Pfirsichen sowie einem leichten Ton von Zitronen. Dahinter dann der Grainwhisky mit Grapefruit und Getreide.
Gaumen: Leicht fruchtig, der Grain macht sich stärker bemerkbar. Etwas bitter und jugendlich frisch, dazu säuerliche Äpfel. Eindimensional.
Abgang: Kurz und sanft mit klaren Holznoten.
Fazit: Wahrlich kein Überflieger, aber dennoch besser als viele andere in diesem Preissegment. Auch pur genießbar. 68/100 Punkte (2013)



















