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Tastingnotes & Whiskyblog

Die schottischen Whiskyinseln

Die schottischen Inseln bilden – mit Ausnahme von Islay – offiziell keine eigenständige Whiskyregion. Dennoch hat sich „Islands“ als geografische Sammelbezeichnung im Whiskybereich etabliert.Die Brennereien liegen über zahlreiche Inseln und große Entfernungen verteilt.
Ihre Geschichte wurde wesentlich durch die abgeschiedene Lage und die enge Verbindung zur Seefahrt geprägt. Auf vielen Inseln existierte bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert eine umfangreiche illegale Destillation. Die schwer zugänglichen Landschaften erschwerten den Steuerbeamten die Kontrolle der Produktion. Nach dem Excise Act von 1823 entstanden zunehmend lizenzierte Brennereien, von denen jedoch zahlreiche später wieder verschwanden. Einige Inseln besaßen zeitweise mehrere Betriebe, während andere erst in jüngerer Zeit eigene Brennereien erhielten.

Heute sind die Inselbrennereien ein bedeutender Bestandteil der schottischen Whiskygeschichte und ein wichtiger Faktor für Tourismus und Wirtschaft.

Hier findest du von mir verkostete Brennereien: 


Außerdem beschäftige ich mich auch mit den verlorenen Brennereien:  Stromness


Verkostungsnotizen mit unbekannter Brennerei

Orkney 2009 - 2020, 10 Jahre, 46% alc. Abfüller: Home of Malts (Director’s Choice). Ausbau: Bourbonfass Nr. 5246

Nase: Süß und cremig startet der Whisky. Zitronenkuchen mit Glasur, Limetten und eine Menge frischer Birnen. Ganz im Hintergrund ist etwas frisches Kiefernholz, vielleicht eine kleine Portion Heidekraut, der Honig wird nun zu Bienenwachs. Insgesamt sehr fein und geschmeidig.

Gaumen: Weiterhin sehr cremig und viel Honig sowie Bienenwachs, auch die Birne ist wieder da, versteckt sich hier dem Honig. Dazu eine ganz leichte Spur Vanille und milde Karamellaromen, ein Hauch Eichenholz in Form von buntem Pfeffer und mildem Ingwer, ein leichtes Kräuteraroma ergänzt den Geschmack.

Abgang: Lang und cremig, verbleibt lange wärmend zurück. Weiterhin sehr viel Wachs, milder Honig, Buttergebäck und leichte Zitrusfrüchte.

Fazit: Herrlich unkompliziert und wunderbar fein. Ein paar mehr Umdrehungen hätten ihn vielleicht ein wenig komplexer gemacht, aber auch so ein richtig schöner Single Malt. Wer sich auf den Orkneys auskennt erkennt anhand meiner Beschreibung natürlich sofort die Brennerei. Und wenn ich mir die Rahmendaten anschaue, habe ich auch eine Vermutung über wen das Fass abgefüllt wurde und nach Deutschland kam. Auf jeden Fall schön ausgewählt. 84/100 Punkte (2021)


 
 
 
 
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