notesofmalt - whiskyblog
tastingsnotes

Glen Elgin


Neuster Beitrag

Glen Elgin 12 Jahre, 43%. Originalabfüllung (White Horse Distillers, 1986). Ausbau: Keine Angabe

Nase: Alt, richtig alt wirkt dieser Whisky. Leichter Torfrauch, antike Holzmöbel, Eichenpolitur und etwas kalter Kamingeruch. Wir bewegen hier uns in einem früheren Herrenzimmer, eine dicke Staubschicht liegt auf dem Parkett. Danach kämpfen sich Fruchtaromen in den Vordergrund, getrocknete Pflaumen neben Orangenabrieb, dazu Mandeln und ein wenig Malz.

Gaumen: Kräftig und intensiv, trocken und viel Ruß, etwas Torfrauch. Ich muss an Apfelsaft mit Pfeffer sowie an einen Räucherofen denken. Dazu kommen Thymian, Anis und Majoran, schwarzer Tee und Bienenwachs. Die Fruchtaromen wirken nun etwas künstlich und erinnern an Geleebohnen.

Abgang: Lang, trocken und das Herrenzimmer ist mit seinem Kamin zurück, irgendwo im Nebenzimmer raucht jemand Zigarre. Auch finde ich bunten Pfeffer.

Fazit: Davon werde ich mir noch eine Flasche holen müssen, ein wirklich altmodischer Glen Elgin. 85/100 Punkte (2022)


Archiv

Glen Elgin 2000-2013, 13 Jahre, 46 % alc. Abfüller: Spirit of Scotland (Gordon & MacPhail) Ausbau: Sherryfass No. 2969

Nase: Mango und sanfte Malzigkeit, unreife Beerenfrüchte (darunter Erdbeeren). Es kommen Aromen von Karamell auf, Eiche. Im Hintergrund halten sich Kräuter, darunter ein Hauch Minze. Insgesamt eher süß.

Gaumen: Weniger Frucht, viel mehr malz und ein paar grasige Aromen. Dazu Mandeln und Walnüsse. Der Whisky wirkt trocknend im Mundraum. Eine leichte Süße ist noch da, auch die Kräuter finden sich wieder. Statt Minze nun etwas Beifuß. Zum Ende hin ein wenig Eiche mit Kakao. 

Abgang: Lang, Frucht und Süße sind gänzlich weg. Trocken mit Eiche, Malz und Nüssen. Zudem etwas Heidekraut und Gewürze. 

Fazit: Kein schlechter Whisky, das Sherryfass hat hier schon ein paar schöne Spuren hinterlassen. Ich hätte mir jedoch noch ein paar Jahre mehr Reife gewünscht. 82/100 Punkte (2015) Ich danke dem Whisky Häuslein für Probe und Foto!


Glen Elgin, 2007-2021, 14 Jahre Fassnummern: 800255 + 800260, Signatory Vintage, 46% alc.

Nase: Reife Mango und viel Kokos, welches sich erst einmal länger hält. Dahinter kommen dann saubere Aromen von frühreifen Äpfel, Getreide und ganz entfernt etwas grasiges. Sehr sauber und klar.

Gaumen: Vom Alkohol keine Spur, die Textur fast schon cremig. Die Aromen der Nase spiegeln sich wieder, dazu kommen gut eingebundene Malzaromen.

Abgang: Mittellang, cremig und weich. Zum Schluss bleiben leichte Holztöne und etwas Süße zurück. 

Fazit: Ein Trinkwhisky für laue Sommerabende. Ehrlich, sehr harmonisch und unkompliziert. 82/100 Punkte (2021)


Glen Elgin 2009 - 2020, 11 Jahre, 58,1% alc. Abfüller: The Whisky Warehouse No. 8. Ausbau: Bourbonfass (Hogshead) Nr. W8 803148

Hintergrundbild: Whisky Warehouse No. 8

Nase: Weißbrot mit Apfelaufstrich und anschließend Vanillegebäck. Ich finde ein trockenes Getreidefeld und Zitronenkuchen, etwas Abrieb von einer Grapefruit und Birnenkompott. Die Süße ist deutlich, aber ausgewogen und passt sich wunderbar an. Die Äpfel kommen wieder, diesmal aber jung und knackig. Im Hintergrund vernehme ich Fudge, ganz zarten Holzrauch und etwas Eukalyptus.

Gaumen: Sehr süß und wahnsinnig viel Apfel und Birne, vom hohen Alkoholgehalt ist gar nichts zu spüren. Cremig kommt der Glen Elgin daher, wird schnell kräftiger und sehr malzig. Ich finde weiterhin Fudge und zarte Zitrusfrüchte, aber auch Milchkaffee und Mandelsplitter, Bananenschale, trockene Eiche und ganz zart Pfeffer und Zimt.

Abgang: Mittellang, süß und leicht würzig. Die Bitterkeit nimmt nun etwas zu, Kaffee, Marzipan und Eichenholz.

Fazit: Ein richtig tolles Bourbonfass, sehr empfehlenswert. Hier stimmt alles. 87/100 Punkte (2022)

 
 
 
 
E-Mail
Infos
Instagram