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Aktuelle Empfehlungen 

Hier finden Sie meine aktuelle Empfehlungen.  Die Auswahl erfolgt nach persönlicher Bewertung, dabei wird aber auch die Verfügbarkeit berücksichtigt. In der Regel liegen die Marktpreise der hier vorgestellten Abfüllungen noch nicht im dreistelligen Bereich. Sortiert sind die Empfehlungen nach der Aktualität.

Oktober 2021

Glencadam 15 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Birnenbonbons und Blumenwiese, ein Hauch Vanille und einiges an Bienenwachs. Dazu Buttergebäck und Meersalz, Malz. Außerdem getrocknete Aprikosen und etwas Pfirsich, Litschi und Kokosfett. Insgesamt süß und ausgewogen, im Hintergrund ganz milder Holzrauch.

Gaumen: Sehr süß und einiges an Zitrusfrüchte, Ananas und Kokos, Pomelo und Pfirsich, viel Frucht. Gleichzeitig kommt Würze auf, Ingwer und Pfeffer, viel Eiche, leicht bitteres Karamell, Kerzenwachs und Marzipan.

Abgang: Lang, leicht trocken. Weiterhin fruchtig süß, einiges an Malz, gesalzene Schokolade, Ingwer und eine Spur Zimt.

Fazit: Ein wunderbarer Single Malt von Glencadam, ausgewogen zwischen Harmonie und Komplexität. Bravo. 88/100 Punkte (2021) 


Ledaig 2010 - 2020, 9 Jahre, 59,2% alc. Abfüller: Earlskine. Ausbau: Sherryfass

Nase: Unverkennbar ein Ledaig. Viel Torfrauch gepaart mit Kuhstall, verdrecktes Stroh, angebrannte Gräser. Kross gebratener Speck, verschiedene rote Grillsaucen und im Hintergrund fruchtige Birnen und Zitrusaromen. Außerdem durchgehend eine kühle Frische, wie von Eisbonbons.

Gaumen: Wie erwartet sehr kräftig, viel Malz und Röstaromen, verbrannter Pizzateig. Zudem einiges an Schinken und Bauchspeck, gefolgt von etwas schärferen Gewürzen. Pfeffer, etwas Ingwer, Kaffeebohnen, eine milde Spur Kakao, Johannisbeeren.

Abgang: Sehr lang, prickelnd und mit voller Betonung auf Rauch und Pfeffer. Hier kommt auch der muffige Kuhstall wieder stärker zum Vorschein. Zudem etwas Pfeifentabak.

Fazit: Jung, sehr rauchig, stürmisch und in Fassstärke. Das Sherryfass hat jedoch noch nicht viel Einfluss auf den Whisky genommen, was wiederum dem rauchig/muffigen Ledaig-Charakter mehr Platz lässt. Empfehlenswerte Abfüllung. 86/100 Punkte (2021) - zu erwerben direkt beim Abfüller hier


St. Kilian Signature Edition Eight (peated, rauchig), 3 Jahre. 53,8% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Rye-Fässer 43%, Bourbonfässer 27 Fässer, Rioja-Fässer 19%, Pfälzer Eiche 9%, 2% Akazie.

Nase: Kalter medizinischer Rauch, etwas Jod und Stockfisch, Asche und Ruß. Sobald der Rauch sich etwas gelegt hat, kommen deutlich fruchtigere Aromen zum Vorschein. Ahornsirup und Malz, Johannisbeeren, ein wenig Erdbeermarmelade. Außerdem Karamell und im Hintergrund ganz verhalten Vanille.

Gaumen: Der Rauch dominiert, gibt sich aber ganz anders als in der Nase, viel fleischiger. Bacon, Grillfleisch, süße Marinade. Außerdem einiges an Honig und milde Karamellaromen, eine zarte Spur bunter Pfeffer. Dazu hintergründig entfernt Zitrusfrüchte.

Abgang: Lang und wärmend, weiterhin mit der Betonung auf Rauch, dazu etwas Ingwer und Zimt.

Fazit: Blind hätte ich jetzt gesagt, hier würde es sich um einen herrlichen Islay-Whisky handeln. Nein, der hier kommt wirklich aus Deutschland. Nur das rauchige Gerstenmalz wird direkt aus Schottland importiert, was definitiv kein Fehler ist. 87/100 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe. - ca. 50 € im Fachhandel


Teaninich 2009 - 2019, 10 Jahre, 55,1% alc. Abfüller: WM Cadenhead (Small Batch). Ausbau: Bourbon Hogshead

Nase: Getreide, Haferbrei und Malz. Der Haferbrei ist im Topf etwas angebrannt. Dazu Gräser, Heu, leicht säuerliche Fruchtaromen von Mandarine und Kiwi, ganz leicht Orange.

Gaumen: Fruchtig und stark im Antritt, schön komplex. Einerseits wieder Mandarine, Kiwi und Apfel, etwas Zitronensaft, andererseits verschiedene Kräuter, etwas Menthol. Zudem kommen auch die Getreidearomen wieder, Malz, Haferkekse und Karamell.

Abgang: Sehr lang, viel Malz und etwas Karamell, hier kommt das Eichenholz kräftig zum Vorschein und hinterlässt eine leicht prickelnde Bitterkeit.

Fazit: Teaninich habe ich viel zu selten im Glas, leider. Ein richtig toller Vertreter der Highlands. Fruchtig, kräftig und komplex. Bei dieser Abfüllung solltest du auf Wasser verzichten, zwar entfaltet sich der Whisky in der Nase etwas einfacher, auf dem Gaumen wird er aber flacher. Schönes Teil. 87/100 Punkte (2021). Ich danke dem Cadenhead’s in Köln für die Probe und dem Cadenhead’s in Berlin für die Gelegenheit des Fotos.


Glen Grant 2009 - 2021, 12 Jahre, 63,3% alc. Abfüller: WM Cadenhead (Authentic Collection). Ausbau: Sherry Butt

Nase: Dieser Glen Grant braucht erst einmal ein paar Minuten Luft, danach erschließen sich angenehme Fruchtaromen und blumige Noten einer trockenen Sommerwiese. Knackige Äpfel, getrocknete Aprikosen, Pfeffer und eine leichte Spur Gewürznelken. Der Whisky wirkt ein wenig verschlossen. Mit der Zeit kommen Nüsse hinzu, Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse in Schokolade.

Gaumen: Sehr süßer und fruchtiger Antritt. Viel Apfel und etwas unreife Kiwi, Haselnüsse. Das Sherryfass wird deutlich präsenter. Rosinen und milde Datteln fallen mir auf, dazu milde Milchschokolade, Ingwerstäbchen.

Abgang: Lang und wärmend, prickelnd und leicht trocken. Die Fruchtaromen tragen den Abgang, dazu wird der Glen Grant deutlich würziger. Ingwer, bunter Pfeffer, Nüsse und eine Spur Zimt finden sich im Abgang. Hält lange an.

Fazit: Trotz der hohen Fassstärke ist der Alkohol erstaunlich gut eingebunden, fast schon zu gut, zeigt sich die Nase doch etwas verschlossen. Gaumen und Abgang sind herrlich, schöne Abfüllung. 83/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke dem Cadenhead’s in Köln für die Probe.

Hogshead Blended Malt, 43% alc. Signatory Vintage

Nase: Überraschend viel Torfrauch, nur 33% Islay? Das riecht nach mehr. Lagerfeuer, Holzkohle, Torf und gleich dahinter süße Furchtaromen. Mango, Kiwi und getrocknete Aprikosen. Es folgen Walnüsse, frisch gefällte Tanne und etwas Schokolade.

Gaumen: Süß und cremig, einiges an Torfrauch und dahinter direkt Vanillefudge mit Malz, Apfelnoten. Etwas Pfeffer gesellt sich dazu, wird trockener und ganz zart salzig. Karamell und gesalzenes Popcorn.

Abgang: Mittellang bis lang, einfach, leicht trocken. Das süße Raucharoma bleibt noch lange zurück, dazu Bitterkeit von Kakao und Espresso.

Fazit: Eine schöne Komposition, nicht sonderlich komplex, aber ein sehr guter Malt. Der Islay-Whisky muss wohl sehr rauchig gewesen sein oder man hat hier noch einmal einen Anteil des eigenen Ballechin verwendet. Außerdem zeigen Aromen und Farbe einige Sherryfässer, zumindest ist der Whisky laut Angaben nicht gefärbt. Für den aufgerufenen Preis von ca. 35 € erhält man einen klasse Malt-Whisky. 84/100 Punkte (2021)


Säntis Malt Edition Dreifaltigkeit, 52% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bierfässer (Eichenholz)

Nase: Ui, sehr speziell. Ein wahnsinnig tiefes Räucheraroma, extrem viel Buchenholzrauch, geräucherter Aal. Es braucht Zeit um die Aromen dahinter zu entdecken. Frisch gesägte Hölzer, Möbelpolitur, Schwarzbier und Kaminfeuer, etwa Speck.

Gaumen: Fleischig und kräftig. Geräucherte Salami, Schinkenknacker, Räucherfisch und Röstmalz. Süße Marinade mit viel Honig, Karamell, etwas Anis, Estragon.

Abgang: Lang und wärmend, erstaunlich cremig. Weiterhin mit den Aromen der Nase und des Gaumens.

Fazit: Spannend, richtig spannend und alles andere als ein einfach zu genießender Whisky. Die Aromen sind teilweise derart stark konzentriert, dass es wirklich eine Herausforderung ist, seine Komplexität zu entdecken. Auf jeden Fall hat mir diese Abfüllung einiges an Spaß bereitet. 85/100 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe. 


Benromach 10 Jahre, 43% alc. Originalabfüllung (ca. 2020)

Nase: Eine mildrauchige Torfnote fällt mir zuerst auf, leicht fruchtig. Dazu feuchtes Heu, Blumenwiese nach Starkregen. Holzpolitur, Lösungsmittel, aromatisierter Pfeifentabak. Mit etwas Zeit mehr Malz und Zedernholz, getrocknete Erdbeeren, überreife Brombeeren.

Gaumen: Trocken mit mehr Rauch als in der Nase. Leichtes Salmiak-Lakritz, vielleicht ein wenig Anis. Dazu fleischige Aromen, Bitterschokolade und milde Zimtschärfe. Die Fruchtaromen der Nase sind noch da, aber halten sich stärker im Hintergrund.

Abgang: Mittellang bis lang, erst cremig und dann schnell salzig trocken, leicht würzig. Der Torfrauch prägt den Abgang, dazu getrocknete Früchte und Holzaromen, Malz sowie Zigarrentabak.

Fazit: Unheimlich spannend und vielschichtig, für das Alter genial komplex und zwar ohne zu überfordern. Hier gibt es eine klare Kaufempfehlung meinerseits. 87/100 Punkte (verkostet 2021) Ca. 40 €


September 2021


Loch Lomond 14 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Amerikanische Eichenholzfässer, Nachreifung in französischer Eiche (Limousin) für 12 Monate  

Nase: Pflaumenmus und Datteln, wunderschön zuckrig und süß. Der Pflaumenmus enthält viel Zimt, außerdem etwas Spekulatius. Mit ein wenig Zeit ändern sich die Fruchtaromen, überreife Äpfel, Apfelmus, getrocknete Aprikosen, Malz und Vanille, Gewürznelken. Herrlich.

Gaumen: Anfangs wieder sehr leicht, wird schnell schwerer und gewinnt an Tiefe. Zuckersüße Fruchtaromen, besonders Äpfel, Blutorangen und Birnen. Etwas Kokosnuss und Mango, wird dann würziger. Zimt und Gewürznelken, etwas Muskat.

Abgang: Mittellang, trocken und sehr würzig. Anis, Muskat und Zum Ende ein extrem langes Zimtaroma.

Fazit: Diese Nachreifung ist sehr gut gelungen, erstaunlich vielschichtig. Wer ansonsten Sherryfässer bevorzugt, findet in diesem Loch Lomond eine richtig tolle Alternative. Dieser Whisky wird bei mir dauerhaft einziehen dürfen. Den hätte ich jetzt gerne noch in Fassstärke! 86/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe. 


Benromach Organic 2012 - 2020, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Neue amerikanische Eiche (frisch und ohne jede Vorbelegung)

Nase: Starke Aromen von Gräsern, Heu und Wiese, knackige Äpfel und ein Hauch Birnen. Zudem Vanille, Karamell und etwas heller Honig. Mit etwas Zeit finden sich auch Gewürze, darunter Muskat und Pfeffer.

Gaumen: Malzig und sehr cremig. Die Fruchtaromen sind sofort wieder da, aber die Gewürze viel stärker. Neben Apfel, Birnen und unreifen Pfirsichen kommt auch ein wenig unreife Banane durch, zudem viel Muskat, etwas Zimt, Nüsse und eine Spur Pfeffer.

Abgang: Mittellang und weiterhin sehr cremig. Die Gewürze übernehmen nun das Kommando, dazu kommen Milchkaffee und etwas bittere Schokolade.

Fazit: Den letzten Benromach Organic habe ich vor 7 Jahren im Blog vorgestellt, die damalige Version (43% alc) erhielt von mir 74 Punkte und ist mir sehr bitter in Erinnerung. Der 2020er Organic zeigt wie stark sich Benromach entwickelt hat, die aktuelle Version ist wirklich toll. 84/100 Punkte (verkostet 2021)


Kemper Roggen Whisky 2015 - 2020, 5 Jahre, Spirit of The Cask (Whisky Stube). 61,23% alc. Ausbau: Amerikanische Weißeiche, seit 2018 Nachreifung im 40-Liter Fass von Kings County, New York (peated Bourbon). Weitere Angaben: 80% Roggen, 20% Gerstenmalz.

Nase: Würzig und nach Teig, frische und noch warme Gewürzbrötchen. Süßeres Gebäck, milde Fruchtaromen, etwas Aprikose, vielleicht Orangenabrieb. Eine Mischung aus ganz entferntem Holzrauch, Minze und etwas Pfeffer liegt direkt dahinter. Der Whisky bekommt mit der Zeit einen ätherisch, öligen Charakter, Eukalyptus.

Gaumen: Roggenkruste, etwas zu lange im Ofen. Die Bitterkeit geht in süßes Karamell über, dazu einiges an Gewürzen. Frisch gehobelter Ingwer, Jalapenos und Pfeffer, eine milde Spur Zimt.

Abgang: Mittellang bis lang, die Schärfe der Gewürze verfliegt schnell und ganz plötzlich kommt noch einmal eine richtig kräftige Süße auf. Heidehonig, Ahornsirup.

Fazit: Ich weiß nicht ob es an der Nachreifung liegt, aber dieser Whisky aus Deutschland ist richtig spannend und viel komplexer als ich vorher erwartet habe. Immer wieder einige schöne Überraschungen dabei, toll gemacht. 87/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke dem Abfüller (Whiskystube.de) für die Probe. 


Alpirsbacher Kloster Whisky, Single Malt, 5 Jahre. Originalabfüllung. 43% alc. Ausbau: Eichenholzfässer

Nase: Apfelaromen, knackige Birnen, Ananas und Mango, sehr fruchtig. Ein Hauch von Malz und Vanille, aber die Früchte dominieren mit ihrer milden Süße.

Gaumen: Cremig und fruchtig, sehr mild. Vanille, die Fruchtaromen der Nase, Röstmalz, leicht bitteres Karamell, brauner Zucker.

Abgang: Mittellang, weiterhin sehr cremig und angenehm süß. Die Bitterkeit nimmt nur wenig zu, dafür würzigere Aromen. Gewürznelken, eine Spur Pfeffer.

Fazit: Ein wahnsinnig milder und harmonischer Whisky, diese cremige Textur passt herrlich zu den sommerlichen Fruchtaromen. Blind hätte ich diesen Whisky der irischen Insel zugeordnet. Ein leichter Whisky, sehr gut zu genießen. 85/100 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe. 79,00 € (0,7l) im Onlineshop der Brennerei


Stonewood Woaz Single Wheat Whisky, 7 Jahre, 43% alc. Ausbau: Amerikanische Weißeiche (medium toasting)

Nase: Etwas verschlossen. Ein Hauch Banane, etwas Holzrauch zusammen mit Menthol. Gibt man ihm ein wenig Zeit kommt eine richtig schöne Pfirsichnote auf, Pfirsicheistee.

Gaumen: Kräftiger und würziger als die Nase, aber dennoch cremig. Getreide, Karamell und Espresso, Zimt. Auch etwas Bitterschokolade ist dabei.

Abgang: Weich und lang, Holzrauch, Menthol und Zimt, ganz kurz auch noch einmal der Pfirsich, das Zimtaroma hält lange an.

Fazit: Elegant begonnen und über Gaumen zum Abgang mit Würze ergänzt. Ein spannender Whisky. 84/100 Punkte. Ich danke der Brennerei für die Probe.

PS: Aus der Core Range von Stonewood hat mir der Woaz am besten gefallen, wirklich schönes Ding.


DeCavo Single Malt Höhlenwhisky, 4 Jahre, Survivor Edition, 54,3% alc. Fass Nr. L23

Nase: Birne, eine Mischung einerseits aus reifer und andererseits noch harter Birne, etwas Apfel, sehr frisch. Die Nase muss sich kurz an den Alkoholgehalt gewöhnen. Dann kommen trockene Holzaromen, welche mich an eine Sauna erinnern. Dazu Mandeln und eine blumige Frische, wie eine blühende Wiese im Frühling.

Gaumen: Apfel und Birne, Banane, reif und fruchtig. Etwas Orangenabrieb, Vanille und eine kräftige Würze. Muskat, Ingwer und Kardamom.

Abgang: Lang und prickelnd, die Gewürze nehmen noch einmal zu, der Abgang wird bitter. Kardamom, Ingwer, etwas Grapefruit und sehr starker Espresso.

Fazit: Dieser Whisky macht auf jeden Fall eine Reise mit sehr verschiedenen Eindrücken. Die Nase ist herrlich blumig und frisch, auf dem Gaumen wird es reif und würzig, der Abgang überrascht mit starken Bitternoten. Zusammen macht dies den Whisky komplex und spannend, einfach ist er aber nicht. Mir hat er sehr gefallen. 84/100 Punkte. Ich danke der Brennerei für die Probe. 


Glenfarclas 10 Jahre, 40% alc. Originalabfüllung ca. 2017

Nase: Orangenmarmelade, leicht würzig, Trockenfrüchte und Butterkuchen. Dazu einiges an reifen Äpfeln und ein Hauch Pfirsich.

Gaumen: Cremig und süß, wieder die Orangenmarmelade, dazu ein wenig weihnachtliche Gewürze, Malz und sehr dezente Holzraromen.

Abgang: Mittellang, getrocknete Orange, Rosinen und etwas Malz.

Fazit: Eine wunderbare Standardabfüllung, ein schöner Sherryeinfluss. Ausgewogen zwischen Tiefgang und Genuss. Wunderbar. 83/100 Punkte (2021) ca. 30 € 


Talisker 10 Jahre, 45,8% alc. Originalabfüllung (2020). Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer

Nase: Wunderbare Küstenaromen, Fischkutter, Sandstrand und Lagerfeuer, Chili-Marinade. Dahinter steckt einiges an fruchtigen Aromen (Orange) und kräftiges Malz.

Gaumen: Salzig und trocken, geschmacklich wie die Nase erahnen ließ. Gegrilltes Fleisch, Algen, Hummer, Malz und angenehme Fruchtaromen. Dazu Eichenholz, eine Prise schwarzer Pfeffer sowie eine Spur Chili und Ingwer.

Abgang: Lang und sehr harmonisch. Die süße Frucht kommt noch mal stärker hervor, zuletzt bleibt eine leicht scharfe Würze zurück.

Fazit: Auch heute noch ein Whisky der qualitativ sehr hochwertig gemacht ist. Alles passt, alles stimmig, grandioser „Klassiker“. 89/10 Punkte (2021) 30-35 € 


Bladnoch 14 Jahre, Sherry Cask, 46,7% alc. Release 2021. Originalabfüllung.

Nase: Oh... da haben wir ihn, richtig schöner Sherrymalt. Rosinen, getrocknete Beeren, Orangen, Leder und Holzaromen. Es folgen wunderbar eingebundene Gewürze. Zimt ist darunter, entfernt ein wenig Lakritz. Harmonisch und wenig aufdringlich.

Gaumen: Er zieht seine Linie weiter durch. Einiges an Rosinen, ein Hauch Datteln, viel Leder und angenehm milde Holzaromen. Mehr Zimt als in der Nase, dazu Walnüsse und zarte Schokoladenaromen.

Abgang: Eher lang und anfangs noch sehr süß, zum Ende hin setzen sich noch einmal Zimt und trockenes Holz durch.

Fazit: In der aktuellen Core Range habe ich meinen Liebling definitiv gefunden. Ein wunderbarer Sherrymalt mit durchgehend klarer Linie, perfekt aufeinander abgestimmt. Richtig harmonisch und trotzdem nicht langweilig. 89/100 Punkte (2021). Ich danke Alba Import für die Probe.


Bladnoch Samsara, 46,7% alc. Originalabfüllung.

Nase: Der Whisky beginnt mit blumigen Noten und geht schnell zu sehr reifen Pflaumen über. Dann Malz und schwarze Johannisbeeren, Vanille. Die Frucht wandelt sich in süße Weintrauben und Mandarine, dazu weiterhin Getreidearomen.

Gaumen: Sehr weich und cremig, leicht bittere Johannisbeeren, Stachelbeere und wieder das Malz. Die Pflaume zeigt sich etwas unreif. Im Hintergrund eine ganz entfernte Spur Ingwer, kaum spürbar, ansonsten wenig Würze.

Abgang: Cremig und eher mittellang, wieder sehr malzig. Jetzt kommt der Ingwer stärker durch, hält lange und trocken mit einer leicht prickelnden Schärfe an.

Fazit: Dieser Bladnoch hat eine schöne Linie von süßer Frucht zu einer leichten Schärfe, insbesondere der Abgang hat es mir sehr angetan. 85/100 Punkte (2021). Ich danke Alba Import für die Probe.


Bladnoch 11 Jahre, Bourbon Cask, 46,7% alc. Originalabfüllung. Release 2021

Nase: Angenehme Fruchtaromen mit leicht würzigem Einschlag. Feuchte Wiese und Getreide, Zitrusfrüchte, Buttergebäck und Eichenholz, mit etwas Zeit Aprikose und Grapefruit.

Gaumen: Frühstücksmüsli mit würziger Einlage von Eichenholz. Getrocknete Apfelringe, Haferbrei und leicht grasige Aromen.

Abgang: Mittellang und wärmend, die Zitrusfrüchte sind zurück. Dazu Gewürznelken und Eichenholz, entfernt Vanille.

Fazit: Ehrliche Bourbonfässer, sehr rund, sehr harmonisch. Für Freunde von süß/säuerlichen Fruchtaromen eine Empfehlung. Schöne Abfüllung. 83/100 Punkte (2021). Ich danke Alba Import für die Probe.




 
 
 
 
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