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Braeval

Braes of Glenlivet 1994-2015, 20 Jahre, 51,8% alc. Abfüller: Five Lions. Ausbau: Bourbonfass 

Nase: Leicht, mit viel Frucht, wirkt ziemlich cremig. Pfirsiche, Melonen und etwas Bananenbrei mit Honig. Dahinter öffnen sich blumige Aromen, Vanillepudding und Küchenkräuter. Die Banane kommt wieder, gelb und mit der richtigen Reife.

Gaumen: Wird durch den Alkohol getragen, was jedoch nicht stört. Ausgeprägtes Bananenaroma, viel Vanille und ein Hauch Karamell. Eine leichte Schärfe, rote Paprika und Pfeffer, Eichenholz. Würze und Frucht wechseln sich auf dem Gaumen immer wieder ab.

Abgang: Kurz bis mittellang, wieder die Schärfe. Das Fruchtaroma ist fast gänzlich weg. Dafür kommen Assoziationen zu Treibhölzern auf. 

Fazit: In der Nase ein typisch fruchtiger Speysider, Gaumen und Abgang zeigten sich dann ungewöhnlich. Spannendes Fass, auch wenn Pfeffer und Schärfe schon etwas eigen sind. 82/100 Punkte (verkostet 2015). Ich danke Five Lions für die Probe!


Braeval 1997 - 2020, 23 Jahre, 51% alc. Abfüller: Jack Wiebers Whisky World (Old Train Line). Ausbau: Bourbonfass Nr. 21562

Nase: Sehr verwoben, die Nase braucht Zeit und das Glas ein wenig Handwärme. Ich finde Honigmelone und Pfirsich, ich meine sogar Eistee. Dazu kommen Gebäck, darunter Haferkekse und Butterkuchen, zudem rieche ich Dosenbirnen. Ergänzt wird der Eindruck durch ein entferntes Lagerfeuer mit durchnässtem Holz, der Rauch ist aber nur in Nuancen erkennbar.

Gaumen: Beginnt recht fruchtig mit Pfirsich, Brombeeren sowie noch ein wenig unreifen Erdbeeren. Dazu kommen der entfernte Rauch der Nase, Milchschokolade und Karamell. Anschließend nimmt die Intensität zu, der Braeval wirkt kräftiger und mit deutlich mehr Würze, schwarzer Pfeffer, ein Hauch Ingwer sowie eine Prise Zimt ergänzen.

Abgang: Mittellang, cremig süß, unkompliziert. Die Fruchtaromen halten zusammen mit dem Zimt und ein wenig Karamell an.

Fazit: In der Nase braucht er viel Zeit, auf dem Gaumen dann aromatisch komplex, der Abgang kann da nicht ganz so mithalten. Mit ein wenig Aufmerksamkeit kann der Braeval richtig Spaß machen, man kann ihn aber auch einfach trinken. 87/100 Punkte (2022)


Braeval 2001, 13 Jahre, 48% alc. Abfüller: Distiller's Art (Langside Distillers). Ausbau: Sherryfass (Refill)

Foto: prowhisky

Nase: Fruchtig und süß, mit Betonung auf Saftorangen, Dosenmandarinen und einem Hauch Grapefruits. Dahinter Vanillecreme, Butterscotch und eine milde sowie frische Würze. Die Orangen dominieren.

Gaumen: Erst wie die Nase, süß und fruchtig mit herrlichen Zitrusfrüchten. Dazu Bienenwachs und ein Hauch Minze, Bitterkaramell und entfernt Gewürznelken. 

Abgang: Mittellang, Softcakes, Orangenmarmelade und Milchschokolade. Am Ende Kaffee und Karamell. 

Fazit: Wunderbar fruchtig, mit einer angenehmen Frische auf dem Gaumen!  86/100 Punkte (2015) Ich danke dem Importeur prowhisky für Probe und Foto! 


Braeval 2011 -2021, 10 Jahre, 53,8% alc. Abfüller: Villa Konthor. Ausbau: Portweinfass (Hogshead)

Nase: Fruchtig und floral, fast schon blumig und parfümiert. Verschiedene Beeren, Birnen und Ahornsirup, Weingummis, Stachelbeeren. Im Hintergrund etwas grüner Tee und leicht würzigere Aromen.

Gaumen: Fruchtig und angenehm würzig, wird dabei schön trocken. Pflaumen und Feigen, Weingummis, etwas Anis und Minze, Pfeffer, Zimt und Gewürznelken.

Abgang: Eher lang und trocken, die Betonung des Abgangs liegt bei den Gewürzen, das Eichenholz kommt bereits sehr gut durch.

Fazit: Nicht sonderlich komplex, dafür aber ausgewogen fruchtig/würzig. Angenehmer Braeval, eine leider viel zu wenig bekannte Brennerei. 84/100 Punkte (2021) 

 
 
 
 
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