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Hier finden Sie alle verkosteten Abfüllungen von Loch Lomond

Loch Lomond Original Single Malt, 40% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Amerkanische Eichenholzfässer

Nase: Heidekraut und Vanille, zudem Malz, eine etwas künstliche Süße drängt sich auf, frische Sommeräpfel sowie Zitrusfrüchte, leicht blumig. Im Hintergrund ein Hauch Radiergummi.

Gaumen: Leicht und ein wenig cremig, fast schon sahnig. Malz, brauner Zucker, Karamellsahnebonbons sowie Vanillefudge.

Abgang: Kurz und weiterhin cremig, etwas Ahornsirup und eine sehr milde Spur Pfeffer.

Fazit: Meine früheren Erfahrungen mit so jungen Loch Lomond sind jetzt nicht so gut, daher hat mich diese Abfüllung wirklich positiv überrascht. Eine Abfüllung für Einsteiger, cremig weich, angenehme Süße, wunderbar einfach zu genießen. 81/100 Punkte (2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe.


Loch Lomond Peated Single Grain, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Sauber und frisch, Torfrauch und Birne fallen mir sofort auf. Der Rauch wirkt medizinisch, Jod und Verbandszeug, aber nicht streng. Dahinter breitet sich eine milde Süße aus, Birnenkompott, Lakritz und ein Hauch Salmiak.

Gaumen: Torfrauch dominiert, auch hier weiterhin leicht medizinisch. Dazu säuerliche Äpfel, reife Birnen und ganz wenig Aprikose. Die Lakritze wird stärker, dazu kommen etwas Pfeffer und Gewürznelken, insgesamt sehr harmonisch.

Abgang: Mittellang, mit Lagerfeuer und geräuchertem Fleisch, leichte Süße.

Fazit: Ein Single Grain der mich voll überzeugt, was ja sehr selten vorkommt. Nicht sehr komplex, dafür rauchig süß und sehr harmonisch. Wirklich empfehlenswert. 84 Punkte (2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe.


Loch Lomond Signature, Blended Scotch Whisky, 40 % alc. Originalabfüllung. Ausbau: Sherryfässer (Oloroso) und amerikanische Eichenholzfässer

Nase: Getreide, Haferbrei und dazu milde Nussaromen und Trockenfrüchte, die Sherryfässer haben spürbaren Einfluss hinterlassen. Sultaninen, ganz entfernt ein Hauch an Datteln.

Gaumen: Leicht und malzig, mit Honig und Brombeeren, etwas Karamell und Pfeffer, milde Gewürze. Sehr einfach und harmonisch.

Abgang: Kurz bis mittellang, Malzzucker, wieder die Nüsse und ein wenig Holz mit zart/bitteren Noten.

Fazit. Ein durchaus sehr milder und harmonischer Blend, handwerklich gut gemacht und für den aktuellen Preis (ca. 15 €) eine echte Überraschung. 78/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe.


Loch Lomond Single Grain, 46% alc. Originalabfüllung.

Nase: Leicht, einige florale Aromen, blumig und blühende Gräser. Dazu leichte Fruchtaromen von Äpfeln, dahinter wird Vanille immer stärker und drängelt sich ein wenig hervor. Sehr mild, zurückhaltend, sanft wäre wohl die richtige Bezeichnung.

Gaumen: Ölig, viele weniger sanft als in der Nase. Reife Banane und etwas bittere Bananenschale. Karamell und Vanille, der Whisky wird schärfer und würziger, etwas schwarzer Pfeffer und Chili, der Alkohol ist spürbar.

Abgang: Kurz bis mittellang mit einem leicht prickelndem Mundgefühl. Einiges an Banane und wieder die Schärfe vom Gaumen, wird noch einmal deutlich bitter. Die Banane bleibt lange im Gedächtnis.

Fazit: Kein schlechter Whisky und ein guter Einstieg in die Core Range von Loch Lomond, easy drinking. 75/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe.


Loch Lomond 12 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Amerikanische Eichenholzfässer

Nase: Orangen und Gewürznelken fallen mir ein, zudem liegt ein ganz leichter Torfrauch auf den Aromen. Hafer und andere Getreidenoten, etwas gesalzener Haferbrei und Pfirsich, überreife Birnen. Der Pfirsich wird stärker und wird zu Eistee. Zudem frisch gesägtes Kiefernholz.

Gaumen: Erstaunlich leicht. Die Nase setzt sich schön fort. Birne, Malz und Haferbrei, Pfirsich und etwas Aprikose, etwas Honig. Eine kurze Spur Ingwer.

Abgang: Mittellang, weiterhin fruchtig und sehr süß, wird trockener und würziger, frischer Ingwer und eine Prise grüner Pfeffer. 

Fazit: Auch dieser Loch Lomond zeigt sich süß und weich, der leichte Torfrauch ist angenehm und gibt dem Single Malt etwas Komplexität. Kein schlechter Whisky. 82/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe. 


Loch Lomond Inchmoan 12 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Amerikanische Eiche

Nase: Schmutzig rauchig. Kuhstall und nasses Hundefell, ein wenig Kunststoff. Nach dem ersten Eindruck wird der Rauch sanfter und maritimer, etwas Fisch über einem Lagerfeuer am Strand und direkt dahinter Vanille, sehr viel Vanille, der Whisky wird immer süßer. Dazu Hummer mit einem Spritzer Zitrone.

Gaumen: Stark und kräftig, sehr viel Torfrauch und Teer. Außerdem ein leichtes Kräuteraroma, Jod und Zitronenabrieb. Auch an Hummer und weitere Meeresfrüchte muss ich wieder denken. Abgerundet wird der Geschmack durch eine sehr milde Pfeffernote.

Abgang: Lang und sehr rauchig mit Torf, Asche und Lagerfeuer.

Fazit: Sauberer und schöner Torfwhisky mit sehr fairem Preis. Gefällt mir persönlich gut. 84/100 Punkte (2021) 


Loch Lomond Inchmurrin 12 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung (2020). Ausbau: Amerikanische Eichenholzfässer

Nase: Fruchtig und süß, sehr viel Pfirsich und ein wenig Apfelkompott, vielleicht Birne, aber das Pfirsicharoma drängelt sich immer wieder vor. Dazu ein wenig trockene Sommerwiese, Heu und ganz dezent Sahne. Im Hintergrund halten sich milde Gewürze, aber so schwach, dass die kaum näher zu beschreiben sind.

Gaumen: Fruchtig und leicht ölige Textur, die Frucht ist sofort wieder da. Konzentrierte Pfirsicharomen, Orangen und getrocknete Aprikosen, Mirabellen. Die Sahnigkeit kommt auch wieder, hier aber als leichtes Karamell und Vanille.

Abgang: Eher kurz, weiterhin mild fruchtig, die Gewürze kommen nun leicht zum Vorschein. Es bleibt ein leichtes Aroma von schwarzem Pfeffer zurück.

Fazit: Leicht strukturierter Whisky, der mit seinem Fruchtaromen zu überzeugen weiß. Rund, harmonisch und angenehm. 83/100 Punkte (2021)


Loch Lomond 14 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Amerikanische Eichenholzfässer, Nachreifung in französischer Eiche (Limousin) für 12 Monate

Nase: Pflaumenmus und Datteln, wunderschön zuckrig und süß. Der Pflaumenmus enthält viel Zimt, außerdem etwas Spekulatius. Mit ein wenig Zeit ändern sich die Fruchtaromen, überreife Äpfel, Apfelmus, getrocknete Aprikosen, Malz und Vanille, Gewürznelken. Herrlich.

Gaumen: Anfangs wieder sehr leicht, wird schnell schwerer und gewinnt an Tiefe. Zuckersüße Fruchtaromen, besonders Äpfel, Blutorangen und Birnen. Etwas Kokosnuss und Mango, wird dann würziger. Zimt und Gewürznelken, etwas Muskat.

Abgang: Mittellang, trocken und sehr würzig. Anis, Muskat und Zum Ende ein extrem langes Zimtaroma.

Fazit: Diese Nachreifung ist sehr gut gelungen, erstaunlich vielschichtig. Wer ansonsten Sherryfässer bevorzugt, findet in diesem Loch Lomond eine richtig tolle Alternative. Dieser Whisky wird bei mir dauerhaft einziehen dürfen. Den hätte ich jetzt gerne noch in Fassstärke! 86/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke Sebastian Büssing für die Probe. 


Loch Lomond 18 Jahre, 43% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Eichenholzfässer (keine nähere Angabe)

Nase: Sehr fruchtig, mit Birnenbonbons, Traubenzucker und Mandarinen, zudem etwas Aprikose. Dahinter kommt verdünnter Ahornsirup auf, gefolgt von Vanillin und mildem Holzrauch. Zum Ende hin etwas stickiger Dachboden im Sommer, Pfeffer und Eichenholz.

Gaumen: Fruchtig zu Beginn, mit den Früchten der Nase, dazu Karamell und einiges an Eichenholz (leicht bitter, prickelnd). Dahinter Kaffee, Tabak, grüner Pfeffer und Muskatnuss. 

Abgang: Mittellang bis lang, die Eiche bleibt etwas länger, zusammen mit einer leicht fruchtigen und muffigen Süße. 

Fazit: Überraschend gut - für den Preis wirklich super und auch so eine gute Qualität. 84/100 Punkte (2015)  Ich danke Whiskycuse für die Probe und dem Whisky Häuslein für das Foto!


Loch Lomond 18 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung (2020). Ausbau: Amerikanische Eichenholzfässer

Nase: Ganz leicht rauchig mit verschiedenen Tabaken und angenehmen Fruchtaromen. Birnen, Mirabellen, leicht unreife Pflaumen und säuerliche Äpfel, Pfirsich. Dazu grüner Tee und Zigarren, vielleicht Zedernholz und etwas matschige Banane. Außerdem leicht muffige Aromen, wie in einem feuchten Keller.

Gaumen: Ölig und sehr intensiv, die Fruchtaromen sind weiter vorhanden, weiterhin leicht säuerlich mit mürben Äpfeln, Wassermelone und Grapefruit, Tabak und sehr viel Tee. Dazu kommen milder Ingwer und eine leicht stärkere Pfeffernote auf, zudem ein wenig Muskat.

Abgang: Sehr lang, Holzrauch, Tabak und ein bisschen Frucht. Das Eichenholz ist präsent, leicht prickelnd mit Muskat und Pfeffer.

Fazit: Ein richtig schöner Whisky mit herrlichem Aromenprofil. Ausgewogen zwischen Kraft, Komplexität und harmonischer Linie, wirklich sehr empfehlenswert. 87/100 Punkte (2021)


"Croftengea" 1997 - 2005, 8 Jahre, Originalabfüllung, 45 % alc. Brennerei: Loch Lomond. Ausbau: American Oak, Cask 18. Besonderheit: Limitiert auf 386 Flaschen

Nase: Brennende Reifen, Plastik, Weichmacher. Dann dreht sich der Rauch in Richtung Bauernhof. Getreide, Schweinestall und Gülle. Dahinter folgen Vanille und eine leicht bittere Süße.

Gaumen: Rauchig, etwas künstlich. Malz, Gummi, Kohl. Irgendwie präsentiert er sich genauso wie die Nase. 

Abgang: Lang und säuerlich, bitter. Viel Torfrauch mit einer leichten Würze. 

Fazit: Muss man mögen, ich empfand ihn zwar als interessant aber genauso pervers. 71/100 Punkte (2016)


Inchmoan (Loch Lomond) 2001 - 2005, 45% alc. Originalabfüllung (Distillery Select). Ausbau: Bourbonfass Nr. 48

Nase: Erst einmal riecht dieser Whisky nach Maische, wie bei einem Besuch der Brennerei. Dazu ist der Alkohol noch sehr deutlich, eher mittelprächtig eingebunden. Dazu Pfirsich und mildes Raucharoma, etwas Lavendel und mit etwas Zeit drängt ein Hauch Vanille in den Vordergrund.

Gaumen: Malz, ziemlich viel Malz, passt zur Maische. Dazu wird der Torfrauch deutlich stärker, etwas Ingwer und ne menge bunter Pfeffer. Aber alles schnell vergessen. 

Abgang: Lang, wird wieder deutlich alkoholischer, dazu der Rauch wirkt ziemlich scharf und erinnert an manche Talisker. Der Rauch bleibt länger und hinterlässt den Geschmack einer billigen Ziggarette. 

Fazit: Das ist ein sehr besonderer Whisky für sehr besondere Menschen. Einzelfassabfüllungen sollen ja die besonderen Qualitäten einer Brennerei hervorheben. Entweder galt hier das Zufallsprinzip oder der Mitarbeiter war betrunken, anders ist die Abfüllung nicht zu erklären. Heutige Abfüllungen der Brennerei sind auf einem ganz anderen Niveau. Definitiv eine Erfahrung.  72/100 Punkte (2021)


 
 
 
 
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