notesofmalt - whiskyblog
tastingsnotes

Arran 

Arran 10 Jahre, Originalabfüllung 46% alc.

Nase: Eine wunderbare Frucht. Saftige Äpfel und reife Birnen. Helle Trauben, Stachelbeeren, etwas Heu und Malz. Nach ein paar Minuten an der Luft kommt ein leichter Ton unreifer Erdbeeren auf. 

Gaumen: Erst leicht sahning, dann kommt mit viel Frucht eine Art Sirup. Das Malz ist deutlich spürbar. Angenehme Süße. Eiche ist noch nicht zu bemerken.

Abgang: Kurz, die Zunge bleibt malzig zurück.

Fazit: Ein sehr schöner Standard dessen Qualitäten definitiv in der Nase liegen. Der Abgang ist mir viel zu kurz und unspektakulär. Wenn ich aber wem einen tollen fruchtigen Single Malt anbieten möchte, dann diesen hier! Trotz der erhöhten Trinkstärke ist der Alkohol fein eingebunden. 86/100 Punkten (2013)


Arran 12 Jahre "Cask Strength", Originalabfüllung, Batch 3, abgefüllt 2013, 53,9% alc. Besonderheit: Limitiert auf 15.000 Flaschen.

Nase: Vanille und tropische Früchte, eine sehr klare Aprikose, dazu etwas Banane und Eichenholzaromen. Dann folgen Malz und geröstetes Toast. 

Gaumen: Vanille und Zitrusfrüchte, bitteres Eichenholz. Zartbitterschokolade, Trockenfrüchte und Nüsse, Malz und grüne Banane, frisch gerösteter Kaffee. 

Abgang: Lang und zunehmend, zum Ende hin richtig würzig. Dazu wieder ein klarer Einschlag Malz und Vanille. 

Fazit: Schönes PLV, einfach zu genießen. Wasser verträgt er meiner Meinung nach nur ganz wenig. 82/100 Punkte (2015) Ich danke Daniel alias Peat Head für das Sample


Arran 18 Jahre, 46% alc. Originalabfüllung. Besonderheit: Limitiert auf 9.000 Flaschen 

Nase: Anfangs zurückhaltend und fruchtig, leicht malzig. Er braucht ein paar Minuten im Glas. Dann zeigen sich Dosenaprikosen und ein wenig Pfirsich, dazu grüner Apfel. Dahinter Toast, angekohlte Eiche und Nüsse, etwas Vanille und Honig. Alles immer noch sehr dezent. Die Früchte werden zum Ende hin tropischer, dazu kommt eine ganz milde Würze. 

Gaumen: Vollmundig und fruchtig, dazu richtig schön würzig. Äpfel, Karamell und Zuckersirup. Danach würziges Eichenholz, welches sich zum Ende hin konzentriert, erst ölig und dann trocknend wirkt. 

Abgang: Mittellang, leicht fruchtig und leicht bitter. Dazu Eichenholz und überraschenderweise etwas Menthol. Wirkt erfrischend und sauber.

Fazit: Ich lese immer wieder, dass der Whisky ausschließlich aus Sherryfässern stammen soll, zumindest von der Probe her würde ich dies definitiv nicht so unterschreiben. Insgesamt ein guter Whisky, wenn auch die Nase Zeit braucht. 82/100 Punkte (2015) Ich danke dem Vertrieb (Kammer-Kirsch) sowie dem "Whiskybrunnen" für die Probe und "Whisky in Wiesbaden" für das Foto! 


Arran "Trebbiano d'Abruzzo", 2006 abgefüllt, 55,9% alc. Ausbau: Finish im Trebbiano d'Abruzzo Weinfass - No. 41 Besonderheit: Limitiert auf 317 Flaschen

Nase: Kurz alkoholisch, dieser Eindruck verfliegt allerdings recht zügig. Danach kommen seichte Fruchtnoten auf, darunter Weintrauben und mild/säuerliche Beerenfrüchte. Eingebunden sind diese in blumige Honigaromen, auch etwas Malz ist zu finden.

Gaumen: Sehr süß, Honigmelone und Weintrauben, Sirup. Dazu dann würzige Eichenholznoten, ein Hauch Pfeffer und ne Spur Malz.

Abgang: Lang und süß, jung und alkoholisch wirkend. Dazu wärmende Bitternoten vom Eichenholz, wirkt würziger als Gaumen und Nase. 

Fazit: In Fassstärke probiert und daher wirkte er immer wieder auch etwas alkoholisch, was aber nicht groß störte. Das Weißweinfass gab hier einiges an Charakter mit, wirkt aber auch dezent aufgesetzt. Hier hätte es deutlich mehr Reifezeit gebraucht - dennoch ein spannender Single Malt mit einigen schönen Nuancen.  82/100 Punkte (2014) Danke für das Foto, Florian!


Arran "Bourgogne Cask", abgefüllt 2006, Originalabfüllung, 56,5% alc. Ausbau: Finish im "Bourgogne Premier Cru"-Fass, Cask 41. Besonderheit: Limitiert auf 306 Flaschen (Einzelfassabfüllung)

Nase: Überreifes Fallobst, Kirschen, gärender Traubenmost. Dazu ein wenig Nagellackentferner, leicht alkoholisch. Sehr süß und fruchtig, gezuckerte Glühweinaromen. 

Gaumen: Klebrig süß, extrem fruchtig mit einem leicht trockenen Einschlag von bitterem Eichenholz. Dazu Sultaninen und Zuckermelasse. Etwas unausgeglichen, für Süßschnabel aber genial. 

Abgang: Sehr lang und würziger als der Gaumen, wieder die heftige Süße, aber eher Likörartig - fasst schon Sirup, weniger Frucht. Der Alkohol ist stark spürbar und leider noch nicht wirklich eingebunden. 

Fazit: Ein schöner Finish-Versuch mit starken Fruchtnoten und Zuckersirup, muss man aber mögen. Ein paar Jahre mehr (vor dem Finish) hätten dem Whisky aber gut getan. 80/100 Punkte (2015). Danke für das Foto, Florian!


Arran "Brandy Cask", abgefüllt 2006, Originalabfüllung, 59% alc. Ausbau: Lepanto PX Brandy Cask. Besonderheit: Limitiert auf 785 Flaschen.

Nase: Exotische Früchte, Ananas, Mango und Passionsfrucht. Apfelsinen, etwas Rosinenaroma und Honigmelone. Dazu Nüsse und Getreide, feuchter Rasen. 

Gaumen: Würzig und im Antritt alkoholisch, leicht brennende Schärfe. Dann wird das Mundgefühl cremiger und erlangt Geschmack - Fruchtige Süße, milde Johannisbeeren, säuerliche Äpfel.

Abgang: Lang aber wieder alkoholisch, lang wärmend. Eher malzig und leicht fruchtig, irgendwie aufgeschäumte Milch. 

Fazit: Die Nase sehr angenehm, auf dem Gaumen sowie im Abgang kommt der hohe Alkoholgehalt deutlich durch.  78/100 Punkte (2015). Danke für das Foto, Florian!


Lochranza (Arran) 1996-2014, 18 Jahre, 52,6% alc. Abfüller: Blackadder (Raw Cask). Ausbau: Sherryfass

Nase: Sehr kräftige Orangenaromen, frisch geriebene Orangenschalen und ein Hauch von Grapefruit. Daneben etwas Mango, dann zeigt sich die maritime Seite: Salz, Meerluft und Holzrauch eines entfernten Lagerfeuers. Zudem rundet etwas Minze die Nase ab. 

Gaumen: Kräftig, würzig und fruchtig. Mit Johannisbeeren, Orangensirup und Aprikosenaromen, zudem Gewürznelken und Zimt. Danach folgen etwas Milchschokolade und Karamell. Die Eiche ist schon sehr präsent und bringt eine leichte Bitterkeit mit sich, welche auch durch die Grapefruit gestützt wird.

Abgang: Lang und wärmend. Die Zitrusaromen bleiben zwar, doch hier steht nun die Würze etwas im Vordergrund. 

Fazit: Ein herrlicher Arran, komplex und ausgewogen mit sehr feinen Orangenaromen. 89/100 Punkte (2015). Ich danke mcwhisky.com für Probe und Foto!


Arran 1996, 18 Jahre, 55% alc. Abfüller: Anam na h-Alba. Ausbau: Sherryfass (first fill)

Nase: Sherry, wirklich angenehmer Sherryeinfluss. Sauerkirschen, Brombeeren, Cranberrys. Dazu kommen Leder, Nüsse und die Früchte werden trockener, aber auch süßer. Daneben wirken Toffee sowie Schokolade mit Ingwer und Chili, Kakaobutter und etwas Leder. Die süßen Früchte überwiegen jedoch, die anderen Aromen runden eher ab. 

Gaumen: Kirschen und auch wieder die Brombeeren, süß und fruchtig. Dahinter eine Spur Malz sowie leicht prickelndes Eichenholz. Ingwerstäbchen und Zimt, Mandeln und Zartbitterschokolade. 

Abgang: Mittellang bis lang, Schokolade mit getrockneten Beerenfrüchten, Milchkaffee mit einer Prise Zimt. 

Fazit: Herrlicher Arran, wirklich sehr gutes Fass! 88/100 Punkte (2015 und 2019) Ich danke dem Abfüller Anam na h-Alba für die Probe und das Foto!


Arran 1996-2015, 18 Jahre "Simply Good Whisky by Kirsch", 53,2% alc. Abfüller: Dieter Kirsch (Kirsch Whisky). Ausbau: "Hogshead" No. 1023 

Nase: Typisch Arran, ein Fruchtcocktail mit starkem Antritt. Äpfel, Orangen, Nektarinen und Honigmelone. Dahinter der Geruch einer alten Mühle: Holz, Staub und verschiedene Getreidesorten. Dazu mischen sich ganz wenig Milchschokolade, Pfeifentabak und entfernt eine milde Würze. 

Gaumen: Sehr süß, mit einer kräftigen Kante Honig. Darin finden sich sofort die Früchte wieder, schnell wechseln sich die Aromen ab. Eine starke Gewürznote kommt auf, Pfeffer und Zimt, dann Leder und Eichenholz, wieder Tabak. Es folgenden Zartbitterschokolade und eine ganz Zarte Spur von Erdnuss. 

Abgang: Lang und mit Betonung auf Holz. Eiche, Pfeffer und Zedernholz, etwas Frucht (Trauben und getrocknete Aprikosen). 

Fazit: Arran kommt nun in ein Alter, in dem die Abfüllungen wirklich begeistern. Hier wieder ein sehr schönes Fass!  88/100 Punkte (2015) Ich danke dem Abfüller für die Probe und Daniel Freichel für das Foto!

 



 




 
 
 
 
E-Mail
Infos
Instagram